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    3.11.2023AQ 2170
    »Logik ist ein Gefühl.«
    0:006:04
    Logik ist ein Gefühl. Der Verstand ist so verblendet, dass er das nicht begreifen kann. "Logik ist ein Gefühl" bedeutet (und kannst du bei dir selbst überprüfen): Wie entscheidest du, ob etwas logisch ist? Solange du nicht in der Lage bist zu fühlen oder solange du nur wenig und kurzfristig fühlst, wirst du die Entscheidungsgrundlage nicht herausfinden können und automatisch sagen: »Ja, klar, weil’s logisch ist. Was denn sonst? Es ist doch logisch.«Dann habe ich da mal eine Frage: Wie geht es, dass verschiedene Menschen verschiedene Dinge logisch finden? Und wie geht es, dass Menschen das, was du logisch findest, überhaupt nicht logisch finden? Und wie geht es, dass du das, was sie logisch finden, überhaupt nicht logisch findest? Wie in Gottes Namen ist so etwas möglich, wenn Logik doch rational ist, wenn Logik etwas Einheitliches ist? Ich kann es dir sagen: »Logik ist nicht einheitlich, weil sie ein Gefühl ist.«Sobald du in der Lage bist, in deinem Körper zu fühlen, wirst du das zwangsläufig feststellen. Ganz egal, ob es dir gefällt oder nicht, wirst du merken: Du entscheidest dich für diejenige Logik, die sich richtig anfühlt. Und was fühlt sich richtig an? Das, was sich gut anfühlt! Das heißt nicht unbedingt, dass diese Logik gute Gefühle in dir erzeugt, aber die Logik selbst fühlt sich gut an. Es macht Sinn, weil du dich gut fühlst. Nicht als überschwängliche Emotion und als Möglichkeit, dich gut zu fühlen, indem du ganz viel logisch nachdenkst, sondern ein ganz kurzer positiver Impuls in deinem Körper. Eine ganz kurze Resonanz genügt. Das ist ein kurzes positives Gefühl.Der Inhalt der Logik selbst kann dann sogar erschütternd sein. Der Inhalt der Argumentation kann dich irritieren und dir sogar Angst machen. Aber die Logik selbst, die Zusammenstellung der Gedanken fühlen sich kurz gut an. Deshalb sagst du: »Das ist doch logisch. Das muss doch jeder verstehen.« Dann könnte es aber niemals zwei Lager geben, dann gäbe es immer nur eine Logik. Denn Logik ist ja rational. Rational hat ja nichts mit dem Gefühl zu tun. Also kann sich der eine nicht so und der andere nicht anders fühlen. Und es hat ja gar nichts mit den Gefühlen zu tun. Es geht ja nur um Logik.Und das konntest du die letzten Jahre sehr gut beobachten. Logik hat da im rationalen Sinn überhaupt keine Rolle gespielt. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Es gibt keine rationale Logik. Es gibt nur eine gefühlte Logik. Und das, was sich gut anfühlt, willst du verteidigen. Und so kämpfst du für Logik, die angeblich rational, aber tatsächlich ein Gefühl in dir ist.