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    28.10.2023AQ 2164
    »Es gibt kein "Näher zu dir".«
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    Es gibt kein "Näher zu dir". Es gibt nur eine Entfernung des Schleiers. Der Schleier entsteht durch Programmierung. Und es gibt Programmierung, die uns bewusst ist und welche, die uns nicht bewusst ist. Diese Programmierungen wirken wie ein Schleier, denn du nimmst die Welt durch diese Filter wahr. Du bist deswegen nicht weg oder weiter weg von dir. Du bist ja die ganze Zeit hier. Du kriegst es nur nicht mit.Du hast dich vielleicht verschleiert, aber das heißt ja nicht, dass du weiter weg bist. Und selbst diesen Schleier gibt es nicht. Das sind alles nur Vorstellungen, Worte, Metaphern. Metaphern für innere Zustände. Es gibt einen Schleier genauso wenig wie ein inneres Kind oder wie einen Schatten. Das sind alles nur Begriffe, um innere Zustände und innere Vorgänge zu beschreiben und irgendwie erklärbar zu machen.Wenn du bei einem Schleier an einen echten Schleier denkst, bist du schon auf dem Holzweg. Genauso wenn du bei einem inneren Kind an ein Kind in dir denkst, dann bist du weiterhin und vielleicht sogar noch intensiver als vorher in der Welt der Vorstellungen. Und wenn es dumm läuft, bekommst du für eine alte Vorstellung eine neue. Dann machst du einfach fröhliches Vorstellungs-Hopping. Du springst von einer Vorstellung zur nächsten. Das ist nicht schlimm, aber auch nicht hilfreich.Was mit diesen Worten gemeint ist, sind nicht Vorstellungen, sondern Vorgänge in dir. Und es gibt auch Vorgänge, die sind gar keine, sondern das sind einfach nur Gedanken. Dann denkst du und dann rattert es in deinem Kopf. Dann erzählt er dir Geschichten und sagt dir: »Das ist ein Spiegel. Da ist dein inneres Kind. Das ist dein Schatten.« Und währenddessen merkst du gar nicht, dass du nur denkst.Du könntest genauso gut an irgendetwas anderes denken. An ein rotes Feuerwehrauto zum Beispiel. Und das wäre genauso okay. Ist dann deshalb ein rotes Feuerwehrauto in dir? Natürlich nicht. Auch das war nur ein Wort und ein Bild in dir.Und diese Vorgänge kannst du beobachten. Das bist du. Das geschieht in dir. Das erscheint in dir. Mit dieser Beobachtung beginnst du den Schleier zu lüften, ohne dass da ein Schleier ist, aber so, dass du merkst, was tatsächlich in dir vor sich geht. Dann merkst du: »Oh Shit, ist gar nicht mein Schatten. Bin ich. Öha! Ist auch nicht mein Spiegel. Bin auch ich. Und da ist auch kein inneres Kind. Das bin auch ich. Ich, der sich Geschichten vom Verstand erzählen lässt und dabei Gefühle fühlt.«So kannst du entdecken, dass du noch nie weg warst, dass du nur nicht mitbekommen hast, was tatsächlich in dir vor sich geht, weil du nur in Gedanken warst und deshalb dich selbst nicht beobachten konntest.Die Beobachtung ist nicht näher bei dir. Sie ermöglicht dir nur, dich zu sehen und die Vorgänge in dir zu beobachten.