Manifestation ist nur unbewusste Weitsicht. Die Interpretation von Manifestation ist eine Frage nach Ursache und Wirkung.Unser Verstand liebt die Interpretation, dass er etwas will und dass er es manifestiert. Das heißt, ein Wunsch materialisiert sich. So zumindest erscheint es ihm. Eine andere Möglichkeit kennt er nicht. Es gibt aber andere Möglichkeiten. Es könnte zum Beispiel sein, dass du in der Zukunft etwas erfahren sollst. Und damit du diese Erfahrung machen kannst, musst du jetzt einen Wunsch haben, der dich in die richtige Richtung bringt.Es könnte also auch sein, dass sich die Erfahrung in der Zukunft auf den jetzigen Moment und auf deine Wünsche im jetzigen Moment auswirkt. Es ist also etwas, was so oder so passieren würde. Etwas, was du sowieso erleben würdest. Die Frage ist nur: Wie kommst du dorthin? Und da wir unbewusst sind, kriegen wir nur den verstandesmäßigen Weg überhaupt mit.Dieser angebliche und scheinbar logische Weg ist derjenige, den wir uns vorstellen können und den wir deshalb auch leben. Das heißt nicht, dass es tatsächlich so ist. Das heißt nur, dass wir es uns vom Ablauf her so einbilden. Und deshalb können wir auch gar nichts anderes wahrnehmen. Wenn wir hellsichtig sind, können wir es ganz anders wahrnehmen. Dann merken wir auch, dass wir den Einfluss, den wir uns bisher eingebildet haben, gar nicht haben.Die Frage nach Manifestation oder Karma beziehungsweise Selbstermächtigung oder Schicksal stellt sich also eigentlich gar nicht. Wir interpretieren die Realität aufgrund unserer Programmierung, unserer Muster und Glaubenssysteme. Und eine Diskussion oder gar ein Streit über den Ablauf ist nur ein Streit über die Interpretation. Ob du es lieber als Selbstermächtigung oder lieber als Schicksal siehst und interpretierst, hängt ausschließlich von der Färbung deines Egos ab.Wenn wir das Reich unseres Egos verlassen wollen, müssen wir lernen, relevante Fragen zu stellen. Fragen, die nicht nur interessant sind, sondern Fragen, deren Antworten auch eine Bedeutung für unser Leben haben.