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    21.10.2023AQ 2157
    »"Sei ein guter Mensch, aber verschwende deine Zeit nicht damit, es anderen zu beweisen.«
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    "Sei ein guter Mensch, aber verschwende deine Zeit nicht damit, es anderen zu beweisen." Keanu Reeves Um das, womit sich die gesamte Welt beschäftigt, geht es nicht. Es geht nicht darum, der Welt zu beweisen, wie gut du bist. Und noch nicht einmal darum, wer du bist. Menschen wollen und werden es deshalb entweder herausfinden oder nicht.Du lebst nicht für das Äußere und falls du es trotzdem versuchst, ist es eine Illusion. Du musst dir das Äußere nämlich in dir vorstellen. Wenn du dich also am Äußeren orientierst, so orientierst du dich an einer Vorstellung in dir. Man könnte auch sagen, du halluzinierst. Und auf eine gewisse Art und Weise und in einem bestimmten Ausmaß tun wir das alle.Die Frage ist nur, ob wir das bemerken, ob es uns auffällt und ob wir uns dann trotzdem noch an unserer Halluzination orientieren. Wenn es dir einmal aufgefallen ist, wird es dir immer wieder auffallen und es wird immer schwieriger, dich davon zu überzeugen, dass die Halluzination echt ist. Und es wird noch schwieriger, dich an ihr zu orientieren.Sei also nicht ein guter Mensch für die ausgedachten anderen in deinem Kopf! Sei ein guter Mensch für dich, weil du es willst, nicht weil du dabei eine gute Figur machst oder weil du dir einbildest, dass dich andere dafür feiern. Und noch nicht einmal, falls sie dich tatsächlich feiern. Sei ein guter Mensch, weil du einer bist! Und selbst wenn du davon ausgehen willst, dass es die anderen gibt, dann stellt sich die Frage: Wie wollen sie denn einschätzen, ob du ein guter Mensch bist?Du konntest in den letzten Jahren exzellent beobachten, wie leicht die Menschen in ihrer Einschätzung manipulierbar sind, wie sie ihr Fähnchen nach dem Wind hängen. Wer in der Einschätzung der Menschen vor Kurzem noch ein guter Mensch war, kann in fünf Minuten schon in Ungnade gefallen sein.Das Urteil der anderen ist einfach keine verlässliche Größe. Und der Grund, warum wir uns so schwer tun, uns zu orientieren, liegt daran, weil wir uns an denen orientieren, die keine verlässliche Orientierung bieten. Es gibt aber eine verlässliche Orientierung und du kennst sie. Sie ist immer in dir. Sie ist aber nicht das, was in dir denkt. Sie ist nicht dein moralischer Verstand, denn der verhält sich wie die Außenwelt. Auch er hängt sein Fähnchen nach dem Wind. Er ist der Grund dafür, warum alle ihr Fähnchen nach dem Wind hängen, weil er keine verlässliche stabile Größe ist. Er ist schizophren und er halluziniert.Es geht also darum, das Stabile in dir zu finden. Das Stabile labert nicht. Das hat keine Worte. Das muss sich auch keine Gedanken machen. Das existiert bereits vorher. Du findest es, indem du dir selbst gegenüber ehrlich wirst. So denkst du nicht mehr an andere und musst erforschen, welcher Teil in dir stabil ist, welcher Teil verarscht dich nicht. Du kennst diesen Teil sehr genau. Genau genommen ist es extrem schwierig, ihn zu ignorieren oder so zu tun, als würde es ihn nicht geben.Es ist also eine große Anstrengung, dich selbst zu belügen. Eigentlich geht das gar nicht. Und genau genommen haben wir uns noch nie selbst belogen. Wir haben nur so getan und wir haben uns selbst davon überzeugt, als wäre es uns gelungen.