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    7.10.2023AQ 2143
    »Spannend wird es, wenn dir auffällt, was dir auffällt und warum es dir auffällt.«
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    Spannend wird es, wenn dir auffällt, was dir auffällt und warum es dir auffällt. Wir sind die ganze Zeit damit beschäftigt, kundzutun, was uns auffällt. Es ist in den meisten Fällen der einzige Grund, warum wir überhaupt kommunizieren. Wir möchten bekannt geben, was uns auffällt. Und immer dann, wenn wir das tun, gibt es etwas, das uns dabei nicht auffällt. Es fällt uns nämlich nicht auf, dass uns immer das Gleiche oder etwas sehr Ähnliches auffällt.Wenn uns das auffallen würde, bräuchten wir noch nicht einmal mehr darüber nachdenken, warum es uns auffällt. Denn dieser Teil birgt die Gefahr, dass wir denkend darüber sinnieren und nicht merken, dass uns das nirgends hinbringt. Wir suchen dann nach einem Schuldigen außerhalb von uns oder auch in uns. Und irgendwann landen wir in unserer Kindheit. Und dann fällt uns auf, dass unseren Eltern schon das Gleiche aufgefallen ist.Wichtiger ist, dass uns auffällt, was uns auffällt. Worüber sprechen wir die ganze Zeit? Und Auffallen bedeutet nicht, dass du grübelst. Es bedeutet, dass du dir dessen gewahr wirst. In diesem Gewahrsein ist kein Vorwurf. Es ist nur das Erkennen eines Musters, einer Verhaltensweise.Ich habe ein ganz einfaches Beispiel für dich. Und so ist auch dieses Zitat entstanden. Unter meinem Video, in dem ich meinen Namen vorlese, die Bedeutung meines Namens Antaro, den ich von meinem Lehrer Soham bekommen habe, hat jemand kommentiert. Er hat geschrieben, was ihm auffällt. Und zwar, dass ich nur die männliche Form verwende. Und das stimmt. Denn ich bin männlich und mein Lehrer hat diesen Namen mir als Mann gegeben. Also hat er ihn in der männlichen Form formuliert. Der Kommentator ist sehr wahrscheinlich davon ausgegangen, dass es ein Text für alle ist. War es aber nicht. Es ist ein Text nur für mich. Und obwohl ich ihn den Teilnehmern in der Intensiventbildung vorgelesen habe, lese ich ihn meistens mir selbst vor.Aber nehmen wir mal an, es wäre nicht mein Name gewesen, nicht die Bedeutung meines Namens, sondern ein allgemeiner Text, der in der männlichen Form geschrieben ist und deshalb auch in der männlichen Form vorgelesen wird. Wenn mir das auffällt und ich darauf meinen Fokus lege, dann kann ich mir die Frage stellen, warum mir ausgerechnet das auffällt. Ist das der Teil, um den es geht? Ist das wirklich die Essenz von diesem Text? Ich behaupte: »Nein, das ist nicht die Essenz von diesem Text!« Und jeder, der bereit ist zu fühlen, wird das selbst ganz einfach merken.Und das ist genau der Grund, warum uns vieles nicht auffällt, warum wir die Essenz nicht mitbekommen. Weil uns nicht auffällt, was uns auffällt! Du kannst das unter unzähligen spirituellen Videos beobachten, wenn du dir die Kommentare durchliest, falls du dir das antun willst. Empfehlen kann ich es dir nicht. Ich halte es nur dann für hilfreich, wenn du sehr gefestigt bist und dich von so etwas nicht mehr ablenken lässt von der Essenz. Denn oft ist es die Mehrheit der Kommentare, die von der Essenz ablenkt.Die Menschen können ganz offensichtlich ihren Fokus nicht auf der Essenz, nicht auf der Wahrheit behalten. Es fallen ihnen ständig unbedeutende Kleinigkeiten auf. Für sie selbst sind sie natürlich nicht unbedeutend, denn es fällt ihnen ja auf. Und es ist ihnen bisher nicht aufgefallen, was ihnen auffällt. Nämlich unbedeutende Nichtigkeiten, die ihren Fokus von der Essenz abhalten.