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    5.10.2023AQ 2141
    »"Abgeben" ist nichts, was du tun kannst.«
    0:003:57
    "Abgeben" ist nichts, was du tun kannst. Abgeben geschieht, sobald du das Gefühl dessen, was du loshaben willst, vollkommen gefühlt hast. Ich weiß, dass alles andere moderner ist. Wir würden gerne dadurch abgeben, dass wir eine geführte Meditation machen oder etwas auf einen Zettel schreiben und dann im Feuer verbrennen. Oder wir wollen es an Gott abgeben und ihn damit belästigen.Wenn du alle Gefühle fühlst, die mit dem verbunden sind, was du abgeben willst, dann merkst du, dass es gar nichts mehr gibt, was du abgeben kannst. Erstens ist alles deins. Es ist dein Gefühl, dein gedachtes Problem. Und außerdem wächst mit dem Fühlen der Körperempfindung deine Kapazität, das auszuhalten, was du eigentlich abgeben wolltest. Und mit Aushalten meine ich gar nicht einmal deine Leidensfähigkeit, sogar im Gegenteil. Wenn deine Kapazität zu fühlen wächst, verschwindet das Leid. Du erkennst, dass das Leid im Kopf entstanden ist.Selbstverständlich ist das eine Erkenntnis, die deinem Ego nicht schmeichelt und die es nicht wahrhaben will. Es fühlt sich lieber als Opfer der Umstände und will nicht wahrhaben, dass es selbst der Auslöser davon ist.Alles, was du fühlst, ist deine gefühlte Realität, nicht die Realität. Was die Realität ist, kannst und wirst du erst herausfinden, wenn deine Gefühle weniger Bedeutung bekommen. Dann hast du tatsächlich abgegeben. Du hast den Schleier deiner Gefühle abgegeben und es kann das zum Vorschein kommen, was schon immer hier war. Was genau das ist, wirst du selbst herausfinden, sobald du das Gefühl, das du loshaben wolltest, bereit bist zu fühlen.Versuche deshalb nicht, deine Probleme oder irgendetwas anderes abzugeben. Versuche, die Essenz davon anzunehmen.