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    4.10.2023AQ 2140
    »Wir müssen uns als erstes mit uns selbst konfrontieren.«
    0:004:52
    Wir müssen uns als erstes mit uns selbst konfrontieren. Vorher sollten wir uns niemandem zumuten. In einer Welt, in der wir ständig füreinander da sein wollen, können wir nie überprüfen, warum wir das wollen. Wir können nicht sehen, dass unsere Hilfsbereitschaft aufgezwungene Hilfe sein kann. Und wir wollen nicht wahrhaben, dass wir selbst unsere Freude auf andere auskotzen. Wir wünschen uns so sehr die Verbindung zu anderen, die wir zu uns selbst nicht fühlen. Wie soll das jemals funktionieren, wenn alles, was wir tun, eine Kompensation für das ist, was wir selbst nicht haben? Was wir selbst nicht haben, können wir anderen nicht geben oder maximal scheinbar. Wir können so tun, als würden wir es ihnen geben und tatsächlich machen wir alles aus dem Gefühl des Mangels. Wir können nicht bedingungslos überfließen und erwarten, dass etwas zu uns zurückfließt. Die Konfrontation mit uns selbst ist der Beginn unserer Heilung. Erst wenn wir nur mit uns sind, können wir schrittweise herausfinden, was wirklich authentisch ist. Solange wir durch den Kontakt zu anderen das verdrängen, was tatsächlich hier ist, können wir niemals eine Hilfe sein, selbst dann nicht, wenn wir nur helfen wollen oder nur Freude verbreiten wollen. Es geht nie darum, was im Vordergrund erscheint und was wir nach außen zeigen. Es geht darum, ob wir uns innen alles angeschaut haben und ob wir jederzeit bereit sind, innen alles zu sehen und wahrzunehmen, was dort ist, statt es wieder einmal verdrängen zu wollen. Vollkommen unabhängig davon, ob diese Verdrängung durch Hilfe anderen gegenüber oder durch überschwängliche Freude geschieht, du kannst das auch relativ einfach überprüfen. Frag dich: »Wäre ich jetzt bereit, das von mir anzunehmen, was ich anderen geben möchte?« Und stell dir diese Frage nicht nur theoretisch, sondern mach es auch! Gib dir selbst den guten Tipp, den du für andere hast! Gib dir selbst die Freude und dann schau genau nach! Fühlst du dich von dir selbst gut behandelt? Wäre dir das, wie du jetzt anderen gegenüber wärst, tatsächlich angenehm? Konfrontier dich als Allererstes mit dir selbst und mute dich anderen erst dann zu, wenn du mit diesem Kontakt zu dir selbst wirklich zufrieden bist!