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    24.9.2023AQ 2130
    »Du machst, was dich anzieht und was dich nicht anzieht, machst du nicht.«
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    Du machst, was dich anzieht und was dich nicht anzieht, machst du nicht. Der Verstand interpretiert solche Zitate meistens falsch. Er interpretiert sie zu seinem Vorteil und zum Nachteil der anderen. Er denkt sich das in Ellenbogen-Manier: »Ich folge jetzt der Freude und das lass ich jeden wissen und wenn es mir nicht passt, dann zeig ich ihm das auch ganz deutlich. Außerdem kann mich eh niemand zu irgendetwas zwingen!« Meine Zitate sind aber nicht in diesem Sinn gemeint und gedacht. Meine Zitate sind nicht im Sinn des durchgeknallten Egos gemeint.Einige denken ja, ich sei so wahnsinnig radikal. Das liegt aber nur daran, weil sie mich durch die Brille ihres Egos sehen und interpretieren. Tatsächlich bin ich oft viel sanfter, als es sich anhört. Und zwar sowohl mir selbst als auch anderen gegenüber. Und dieses Zitat ist ein gutes Beispiel dafür. Natürlich kannst du meine Zitate auch knallhart verstehen und knallhart umsetzen. Du kannst immer die russische Holzfällermethode wählen und brachial reingrätschen und dich allen aufdrängen, indem du meine Empfehlungen im Extrem anderen gegenüber lebst.Wirklich radikal, also zurück zu deiner Wurzel, ist aber für innen, nicht für außen. Es sind deine Wurzeln, zu denen du zurück willst, nicht die der anderen. Und du brauchst auch den anderen nicht helfen, zu ihren Wurzeln zurückzukehren, bevor du das selbst gemacht hast.Was bedeutet also das heutige Zitat in meinem Sinn und nicht im Sinn des Egos? Es bedeutet, dass du für dich schaust, was du wirklich gerne machst und dann machst du es. Und dann kannst du auch versuchen, es so gut wie möglich zu machen.Du kannst ein guter Angestellter sein oder auch ein guter Dienstleister. Denn wenn es dich nicht anzieht, brauchst du gar nicht erst damit anfangen. Wenn es dir keinen Spaß macht zu dienen, wird es sowieso schwierig, denn die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass dir in diesem Fall dein Ego einen Streich spielt. Es gibt nämlich gar keine bessere, erfüllendere und schönere Sache, als zu dienen. Ich würde sogar behaupten: Du bist hierher gekommen, um anderen zu dienen. Denn wenn du dienst, bist du hilfreich, vor allem dann, wenn du gerne dienst. Es könnte also Sinn machen, dich ans Dienen zu gewöhnen. Und da solltest du natürlich in einem Bereich unterwegs sein, der dich anzieht. Und nicht in einem Bereich, der dich abstößt.Nur unser Ego erzählt uns dadurch Geschichten, was dann geht und was dann nicht geht. Ob du damit Geld verdienen kannst oder nicht. Ob du überhaupt noch mit anderen Menschen zusammen sein kannst, denn du bist ja jetzt spirituell und folgst deiner Freude und machst nur noch, was dich anzieht. Nein! Das, was dich anzieht, ist etwas Größeres. Und da fährst du dann nicht deine Ellenbogen aus, wenn dir mal was nicht passt. Das gehört dann dazu. Das ist Teil davon. Und du läufst nicht durch die Gegend und erzählst jedem, dass du jetzt nur noch das machst, was dich anzieht und alles andere lässt du sein. Und das selbstverständlich auch in dem Bereich, in dem du angefangen hast, weil es dich angezogen hat.Die Selbsterforschung, die das heutige Zitat beinhaltet, fängt viel früher an, als du mit anderen überhaupt zu tun hast. Und wenn du dich dann für deinen Bereich entschieden hast, dann dienst du auch entschieden. Es geht dir dann nicht darum, dein Ego aufzuplustern und immer wichtiger, bedeutender zu werden. Es geht dir darum, diese Sache, deine Sache, zumindest in diesem Moment ist es deine Sache, gut zu machen. So übst du etwas viel Wesentlicheres als die egoistische Erfüllung deiner Wünsche. Du übst Demut und Hingabe.Ohne Demut und Hingabe ist das schönste Leben ein riesen Arschloch. Und mit Demut und Hingabe ist das schlimmste Leben der Himmel auf Erden.