Du bist die Zeugin der Veränderung, nicht die Veränderung selbst. Du bist diejenige, die Veränderung wahrnimmt. Unser Verstand denkt, wir müssten die Veränderung einordnen. Und er glaubt außerdem, dass wir Veränderung entweder verhindern oder forcieren müssten. Kommt Veränderung alleine, will er sie verhindern. Kommt keine Veränderung, will er sie herbeiführen. Er will immer das, was nicht ist. Und nur so kann er verdrängen, was schon immer ist, was auch schon immer vor und während jeder Veränderung da sein muss. Bevor du die Veränderung einstufen kannst, bevor du sie als richtig oder falsch, gut oder schlecht bewerten kannst, vor all dem muss der Zeuge der Veränderung bereits hier sein, sonst könnte er sie nicht wahrnehmen. Die Einordnung und die Bewertung von Veränderung ist die Verdrängung der Zeugin. Würdest du die Veränderung nicht bewerten, müsste dir auffallen, dass vorher etwas anderes schon da war. Etwas, das du nur verdrängen kannst, wenn du dich sehr stark fokussierst. Und zwar auf etwas, was nicht relevant ist. Also auf etwas anderes als die Zeugin der Veränderung. Und die Zeugin der Veränderung ist selbstverständlich dein Bewusstsein. Es muss da sein, bevor du bewerten kannst, wie es ist. Unser Bewusstsein ist das im Alltag ewig Verdrängte. Niemand will sich mit seinem Bewusstsein beschäftigen, auch und gerade viele Spirituelle nicht. Denn auch sie wollen immer noch und ganz besonders eine Veränderung vermeiden oder herbeiführen. Dafür wollen sie dann manifestieren oder beten, Gutes herbeiführen und Schlechtes abwenden. Wie wäre es, wenn du herausfindest, was vorher bereits ist? Wie wäre es, wenn du feststellst, dass das, was ist, unabhängig davon ist, ob du erfolgreich bist oder scheiterst? Wenn du feststellst, dass die Qualität dessen, was wahrnimmt, sich gar nicht verändert? Ganz egal, was du erlebst, du bist immer die Gleiche. Unveränderlich. Noch nie ist dir etwas passiert, weder positiv noch negativ, in Ekstase genauso wie in Verzweiflung, immer das Gleiche. Nichts und niemand kann dem etwas anhaben. Niemand meint dich. Alle meinen nur das, was an der Oberfläche spielt. Und unabhängig davon, was spielt, bist du ewiglich unveränderlich die Zeugin der Veränderung.