Für deine Freude musst du durch die Hölle gehen. Nichts hat dich jemals so herausgefordert wie dieser einfache Satz: »Folge deiner Freude!« Dieser Satz ist nur dann keine Herausforderung, solange du Kompromisse machst. Sobald du keine Kompromisse mehr machst, wird das die Hölle auf Erden. Zumindest wird es dein Verstand so interpretieren. Denn die Begleitumstände, die das Folgen der Freude mit sich bringt, sind irre, passen meistens nicht zu deinem wohlerzogenen Selbstbild, sind nicht so wirklich gesellschaftsfähig und können von anderen ganz leicht als Wahnsinn oder auch komplett geisteskrank abgetan werden.Diese Meinung werden sie auch beibehalten und auch dein Verstand wird diese Meinung vertreten und zwar genau so lange, bis es funktioniert. Das kann durchaus ein bis zwei Jahrzehnte dauern, aber wenn es dann so weit ist, wussten alle, dass du es schaffen wirst, denn du hast ja einen sturen Kopf. Unser programmierter Geist ist so flexibel, dass er sich alles nachträglich schön praktisch hinerklärt. Die letzten drei Jahre waren ein wunderbares Beispiel dafür. Innerhalb der Programmierung kann dir nichts auffallen, weil die Programmierung das als Ausnahme wertet, was nicht in dein Weltbild passt. Und was nicht passt, wird passend gemacht.Deshalb sind für mich Krisen immer Auslöser des Erwachens. Erst zu den Informationen, dann zu der Art, wie du Informationen verarbeitest und anschließend zu dem, wie es wirklich ist. Und damit ist nicht diese Informationswahrheit gemeint, die es nicht gibt, sondern dein Erwachen zu den Vorgängen in dir. Was findet tatsächlich statt? Was ist ein Gedanke? Warum kannst du ihn nicht ignorieren? Was ist ein Gefühl? Warum kannst du es nicht ignorieren? Und wie hast du es bisher geschafft, Gefühle zu verdrängen?Krisen lösen das kollektiv aus, was es vorher schon individuell gab. Jede Lebenskrise ist eine Möglichkeit, zu dir zu erwachen, zu dem zu erwachen, wie es wirklich ist und wie du wirklich bist. Frei von Ausreden und Pseudo-Erklärungen, frei von theoretischer Philosophie und stattdessen dich selbst im Umgang mit Informationen und mit anderen Menschen zu erkennen. Du bekommst die Möglichkeit, authentisch zu werden. Das bedeutet in erster Linie, ehrlich dir selbst gegenüber.Zum Beispiel nicht mehr zu behaupten: »Ich habe keine Angst. Ich weiß gar nicht, wovon ihr redet.« Und stattdessen zu erkennen: »Oh doch! In der richtigen Situation habe ich schon noch Angst und ich habe auch Angst vor bestimmten Informationen. Ich habe Angst vor bestimmten Kontakten, bestimmten Gesprächen und ich habe auch Angst vor Zukunftsszenarien, ganz egal, welche das sein mögen!« Vollkommen unabhängig davon, welche Informationen sich für dich richtig oder falsch anfühlen, das, was du auf diesem Weg entdecken kannst, ist für jeden das Gleiche.Wenn du dem folgst, was sich für dich richtig anfühlt, musst du bereit sein, durch die Hölle zu gehen.