Von anderen abhängig zu sein ist Kommunismus und der ist noch nie gut ausgegangen, weil andere über dein Leben entscheiden. Wenn wir an Abhängigkeit denken, denken wir an das Naheliegendste und wir meinen abhängig von der Hilfe anderer. Und wir denken nicht an diejenige Abhängigkeit, die viel häufiger ist. Und das ist abhängig von der Meinung anderer. Diese Form der Abhängigkeit ist viel subtiler und auch viel weiter verbreitet. Selbstverständlich bist du ganz offensichtlich abhängig von der Hilfe anderer oder davon, dass andere für dich arbeiten, etwas für dich herstellen. Es gibt nur wenige Menschen, die alles selbst hergestellt haben. Ich würde behaupten, mittlerweile gibt es kaum mehr einen, der alles selbst hergestellt hat, womit er arbeitet, womit er sich umgibt, wo er lebt. Und selbstverständlich brauchen wir deshalb die Hilfe anderer und sind dadurch von ihnen abhängig. Diese Abhängigkeit beruht auf Gegenseitigkeit. Und so sind auch andere von dir abhängig. Die Abhängigkeit, die ich meine, ist die Abhängigkeit von der Meinung anderer. Diese Abhängigkeit ist subtiler und sie ist auch nicht echt. In diesem Bereich bist du nicht abhängig von anderen. Wir leben es nur so. Wir hätten gerne, dass die anderen unserer Meinung wären. Und wir glauben, wenn das nicht der Fall ist, passen sie nicht zu uns. Und je nachdem, wie viel Macht wir in sie hinein interpretieren, fühlen wir uns davon abhängig, unsere Meinung anzupassen. Selbstverständlich ist das kein bewusster Vorgang oder nur sehr selten. In den meisten Fällen ist das ein Automatismus. Der ist auch nicht schlimm, wenn du ihn beobachten kannst. Dann ist er nämlich nicht mehr unbewusst. Dann weißt du, dass du jetzt gerade deine Meinung angepasst hast. Zum Beispiel um des lieben Friedens willen. Das ist auch vollkommen okay. Wer sollte sagen, dass das etwas Schlechtes sei? Blöd ist nur, wenn du es nicht mitbekommst, denn wenn du es nicht mitbekommst, weißt du nichts von deiner Abhängigkeit. Dann kannst du diese Abhängigkeit noch nicht einmal dir selbst gegenüber zugeben. Du kannst dann die ganze Zeit behaupten, du seist gar nicht abhängig und du würdest doch auch überhaupt nichts an den anderen orientieren, das wäre dir gar nicht wichtig, was die anderen über dich denken. Und tatsächlich passt du dich an, damit die anderen das von dir denken, was du dir wünschst, damit sie dich nicht für verrückt halten. Und dabei geht es natürlich nicht nur um die Meinung, sondern um das, was du tust. Du machst also deine Handlungen von der Meinung anderer abhängig, während diese Meinung der anderen in den meisten Fällen nur in dir stattfindet, weil du die anderen vorher gar nicht gefragt hast. Und all das ist so unbewusst, dass du davon rein gar nichts mitbekommst. Und auf dieser unbewussten Abhängigkeit baut der Kommunismus auf. Die Idee von Gemeinschaft, die keine ist. Vor allem ist sie keine bewusste Gemeinschaft, sondern eine unbewusste. Und jetzt weißt du auch, warum in letzter Zeit so viele verrückte Ideen auftauchen. Sie sind einzig und alleine dafür da, um den Grad deiner Abhängigkeit zu testen und die unbewusste Abhängigkeit durch Identifikation mit verrückten Narrativen zu vergrößern.