Du kannst alles schönreden. Du kannst auch alles schlechtreden. Die meisten machen letzteres. Sowohl Schönreden als auch Schlechtreden sind automatische Reaktionen deines Verstandes auf Körperempfindungen. In beiden Fällen, sowohl beim Schönreden als auch beim Schlechtreden, will dein Verstand entweder bestehende Gefühle bestärken oder rechtfertigen oder er will bestehende Gefühle vermeiden und wegreden.Weder Schönreden noch Schlechtreden ist hilfreich. Beides findet in deinem Ego statt. Beides ist eine Methode, um nicht hier sein zu müssen. Wir sind dabei genauso künstlich positiv, wie wir auch künstlich negativ sind. Beides ist nicht die Wahrheit und beides ist eine Frage der Perspektive.Diese Erklärung kennst du schon. Das sagen viele. Entweder aus eigener Erfahrung oder weil sie es gehört oder gelesen haben. Die Frage ist: Wie kommst du zu eigener Erkenntnis? Wie kannst du nicht nur verstehen, was gemeint ist, sondern wie kannst du es leben? Das geht nicht durch einen Veränderungswunsch. Den haben die meisten und deshalb wechseln sie dann, wenn es ihnen auffällt, dass sie alles schlechtreden, zum Schönreden. Und das ist hinterher genauso wenig wahr wie vorher das Schlechtreden.Du kannst es selbst erfahren, indem du alles fühlst, was in deinem Körper fühlbar ist, während du etwas schlechtredest oder während du es schönredest. Du musst weder dein Schlechtreden noch dein Schönreden verändern. Wenn du es beobachtest und alles wahrnimmst, was damit zusammenhängt, verändert es sich von alleine. Nicht so, wie du es dir vorstellst und wünschst, sondern so, wie es sich verändern soll. Es kann sein, dass du dann plötzlich alles oder vieles positiv siehst oder zumindest positiver als vorher. Es kann aber auch sein, dass du es weiterhin negativ sehen darfst. Daran, an deiner äußeren Wirkung, kannst du nicht sehen, ob sich etwas in dir verändert hat. Das kannst nur du fühlen und außer dir kein anderer.Lass dich also von deinem Verstand, der ein ganz bestimmtes Ergebnis erwartet, nicht verrückt machen! Du musst nicht so werden wie alle anderen. Du musst auch nicht so erscheinen wie alle anderen. Du musst noch nicht einmal positiv oder gar spirituell erscheinen. Wie du tatsächlich bist, war schon immer ausschließlich deine Angelegenheit. Und sie bleibt es auch.Am lustigsten ist es vielleicht, wenn du mit Schönreden und Schlechtreden experimentierst und einfach mal würfelst, was du heute machst. Dann kannst du dich dabei beobachten, ob das überhaupt möglich ist. Also ob du dich überhaupt darauf einstellen kannst und an einem positiven Tag negativ tun kannst und an einem negativen Tag positiv. Oder ob die Stimmung in dir vorgegeben ist.Mach diese Erkundung einfach zu deinem Abenteuer!