"Ein guter Mensch tut Gutes mit seinen eigenen Mitteln. Ein Gutmensch tut Gutes mit dem Geld anderer Leute." Dr. Markus Krall Eine der schlimmsten Ideen ist die Idee, dass mir die anderen etwas schuldig sind. Die Idee der Schuld der anderen sorgt dafür, dass ich selbst nie anfange, irgendetwas zu tun. Denn bevor ich anfangen kann, müssen ja erst die anderen ihre Schuld begleichen. Und bevor sie das nicht getan haben, fahre ich maximal mit halber Kraft. Bewusst oder unbewusst ist dabei vollkommen egal. Das Ergebnis ist das gleiche. Ein guter Mensch braucht keine Politik, denn er wartet nicht auf die anderen. Er hat gar keine Zeit zu warten, bis die anderen endlich so weit sind. Er wartet auch auf keine Abstimmung, denn er weiß ja schon, was er will. Diejenigen, die Politik brauchen, sind diejenigen, die etwas umverteilen wollen. Sie wollen es den einen wegnehmen und den anderen geben. Und im Verlauf dieses Prozesses wollen sie sich selbst bereichern. Mit diesem Prozess beschäftigen sie sich ihr ganzes Leben, statt die Zeit zu investieren, selbst zu etwas zu bekommen. Sie schimpfen und streiten und sind die ganze Zeit nur auf das fokussiert, was andere haben. Und ohne die Alternative jemals erlebt zu haben, behaupten sie, wie gut der Sozialstaat sei. Wie sozial kann ich sein, wenn ich dazu die Arbeitskraft und das Geld anderer Leute brauche? Tu Gutes mit dem Geld anderer Leute und du erschaffst ein System, wie wir es aktuell haben! Tu Gutes mit deinem eigenen Geld und du wirst es tausendfach zurückbekommen! Und zwar selbst dann, wenn es nicht finanziell zu dir zurückkommt. Der einzige Grund, warum wir Politik brauchen, ist die Idee vom schlechten Menschen. Und dann erzählt uns die Politik, dass wir die guten Menschen vor den schlechten Menschen beschützen müssen. Also vor denjenigen, die wir uns kurz vorher ausgedacht haben, warum wir die Politik brauchen. Das ist nichts anderes als ein Trauma-Kreislauf. Schlechte Menschen wollen Gutmenschen sein. Gute Menschen haben die Idee vom schlechten Menschen gar nicht und handeln entsprechend. Alles entsteht also nur, weil wir unreflektiert sind ... Und unreflektiert sind wir, weil wir Angst haben. Wenn du mir jetzt widersprechen würdest, könnte ich noch nicht einmal mit dir diskutieren. Du kannst es nur tief in dir erkennen. Wenn diese Erkenntnis nicht da ist und du lieber argumentieren möchtest, dann führst du ein Scheingefecht. Und zwar so lange, bis du demjenigen, der dir sagt, dass es keine schlechten Menschen gibt, als schlechten Menschen siehst.