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    27.7.2023AQ 2071
    »Ein Vorbild ist nur zur Inspiration da.«
    0:007:40
    Ein Vorbild ist nur zur Inspiration da. Wir denken, wir müssten uns an Vorbildern orientieren, wir müssten einen Teil ihres Weges nachahmen, diesen Weg ebenfalls gehen. Und das ist nicht richtig. Richtig ist: Vorbilder sind nur für die guten Gefühle da.Mich hat das vor vielen Jahren wie ein Blitz aus heiterem Himmel getroffen, denn ich habe immer versucht, Vorbíldern nachzueifern, sie nachzuahmen und das, was sie tun, nachzumachen. Und es hat nie funktioniert. Und ich habe immer überlegt: Warum funktioniert das nicht? Was mache ich denn falsch? Und plötzlich wusste ich, wo mein Fehler lag. Mein Fehler lag darin, dass ich die Gefühle, die ich gefühlt habe, wenn ich den Vorbildern zugehört habe, übergangen habe. Ich bin einfach über meine Gefühle hinweg gegangen. Und zwar, indem ich versucht habe, das umzusetzen, was meine Vorbilder vorgelebt haben.Die Umsetzung sorgt also für eine Verdrängung der Gefühle. Und wir denken immer und es wird dir auch an jeder Ecke erzählt, wir müssten ins Handeln kommen. Tatsächlich ist die Umsetzung das, was uns abhält vom Wesentlichen. Die Umsetzung sorgt dafür, dass wir nicht präsent sind. Wir fühlen unsere Gefühle nicht oder wir interpretieren sie falsch. Wir denken, unsere guten Gefühle bei der Beobachtung unserer Vorbilder würden bedeuten, dass wir das Gleiche tun müssen. Als würden sie uns zur Handlung auffordern. Und das tun sie auch teilweise. Das kannst du aber einfach ignorieren und stattdessen kannst du dich in ihrer Präsenz wohlfühlen. Du kannst dich in ihrer Energie suhlen, denn dafür sind sie da.Auch jeder gute Lehrer ist dafür da. Der will von dir nicht, dass du in die Handlung kommst. Wie können die nur so einen Scheiß behaupten? Ein guter Lehrer will, dass du anhältst und dazu stellt er dir eine besondere Energie zur Verfügung. Seine Energie. Das, was er ausstrahlt. Und in dieser Ausstrahlung, in dieser Präsenz, kannst du baden.Als ich das zum ersten Mal verstanden habe, verstanden jenseits meines Verstandes, wurde ich ruhig, war ich plötzlich an meinem Platz und es hat begonnen zu funktionieren. Aber nicht so, wie es meine Vorbilder getan haben, sondern so, wie es bei mir geschehen ist, ohne dass ich aktiv etwas machen musste.Die Fähigkeit, die positive Energie von anderen Menschen zu fühlen, wahrzunehmen und nicht sofort als Übersprungshandlung etwas tun zu wollen, etwas daraus zu machen, diese Fähigkeit sorgt dafür, dass auch du in eine positive Energie kommst. Und in einer positiven Energie ist es egal, was du tust. Es wird alles funktionieren. Du musst noch nicht einmal wollen, du brauchst noch nicht mal einen Wunsch.Aber du darfst diesen ersten Schritt nicht überspringen. Du darfst nicht so tun, als wären die Gefühle nicht relevant, die du fühlst, wenn du deinen Vorbildern zuhörst und zusiehst. Diese Gefühle sind viel relevanter als alles, was sie sagen, was sie dir empfehlen und auch als der Weg, den sie gehen. Das ist ihr Weg, nicht deiner. Dieser Weg sorgt bei ihnen dafür, dass sie in dieser Energie bleiben können. Und diesen Weg musst du für dich gar nicht finden. Auch sie haben ihn nicht gefunden, selbst wenn sie das Gegenteil behaupten.Dieser Weg hat sie gefunden, damit sie in dieser Energie bleiben und andere inspirieren können.