Der Weg zur Freude ist schmerzhaft. Das will nur keiner hören. Es verkauft sich viel besser, wenn ich dir sage: Der Weg zur Freude ist freudvoll und leicht und angenehm und immer bequem und niemals eine Herausforderung. Aber dann müsstest du mich zu Recht fragen, ob ich einen an der Waffel habe — und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Deine Erfahrung ist eine andere. Und trotzdem glauben wir so gerne den Menschen, die uns etwas erzählen und vorgaukeln, was nicht unserer Erfahrung entspricht. Das kommt bei uns seltsamerweise trotzdem gut an. Der Weg zur Freude ist aus einem ganz wesentlichen Grund schmerzhaft. Die Freude selbst ist natürlich nicht schmerzhaft, aber jeder Weg beinhaltet eine Entscheidung. Und jeder Weg, den du konsequent gehst, hat Konsequenzen. Nicht im erzieherischen Sinn, wie das ganz oft verwendet wird: »Na ja, dann musst du halt mit den Konsequenzen leben.« Da will dich jemand nur von deinem Weg abbringen, weil er es selbst nicht aushalten kann, dass du es anders machst als alle anderen. Und, weil er das entweder nicht sehen kann, dass das erfolgreich wird oder weil er dich nicht scheitern sehen will. Aber das kann es ja nicht sein, dass du dich an anderen orientierst. Ich meine Konsequenzen nicht im erzieherischen Sinn, nicht als Drohung und auch nicht als Vorwurf. Und auch nicht, um dich abzuschrecken, sondern um deine Klarheit zu fördern. Wenn du deiner Freude folgst, musst du mit allen Konsequenzen klarkommen. Du musst sie willentlich und vielleicht sogar dankbar hinnehmen. Und das ist der einzige Grund, warum so viele Menschen der Meinung sind, dass sie nicht ihrer Freude folgen können. Sie wollen die Konsequenzen nicht hinnehmen. Sie glauben, sie könnten der Freude folgen innerhalb des bestehenden Systems, ihrer bestehenden Programmierung, ihrer bestehenden Matrix. Und das geht nicht, weil das System keine Freude kennt. Das ist im System nicht vorgesehen. Freude existiert nur außerhalb der Matrix. Das bedeutet also, der Weg zur Freude ist der Ausstieg aus der Matrix und das ist schmerzhaft. Denn auf diesem Weg des Ausstiegs aus der Matrix wirst du herausgefordert, geprüft, auf die Probe gestellt. Es ist, als würde dich das Leben fragen: »Hey cool, aber willst du das wirklich?« Und deine Antwort muss jedes Mal sein: »Ja, ich will das wirklich!«