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    26.6.2023AQ 2040
    »Die Spaltung ist nicht in der Gesellschaft, sondern in dir.«
    0:005:03
    Die Spaltung ist nicht in der Gesellschaft, sondern in dir. Da wir innerlich abgespalten sind, erzeugen wir diese Spaltung selbstverständlich auch außerhalb von uns. Wir beschweren uns aber lieber über die äußerlich sichtbare Spaltung als über die Spaltung in uns, die keiner mitbekommt, nicht einmal wir selbst.Wir trauen uns nicht, unseren Instinkten zu folgen und fühlen uns deshalb von uns selbst abgespalten. Wir erhoffen uns die Zustimmung anderer zu dem, was wir tun. Und das fühlt sich nicht gut an. Wir orientieren uns an anderen statt an uns. Und das fühlt sich abgespalten an. Wir trauen uns nicht, zu uns zu stehen, weil es bedeuten würde, dass uns andere verurteilen und deshalb verlassen. Deshalb inszenieren wir die Spaltung der Gesellschaft, damit wir uns anschließend darüber beklagen können.Hätten wir keine Sündenböcke mehr, müssten wir erkennen, dass es unsere eigene Unfähigkeit ist, die zur Abspaltung führt. Wo steht denn das, dass nichts abgespalten sein darf? Empfindest du das wirklich als natürlich, dass du immer mit allen vereint bist? Geht das überhaupt? Sogar ganz im Gegenteil: Wenn du mit dir im Reinen bist, darf sich jeder von dir abwenden. Du empfindest das dann nicht mehr als Abspaltung, sondern sogar als angenehm, weil es ja deinen Werten entspricht. Weil du deinen Werten entsprichst.Wenn du innerlich nicht zerrissen bist, dann kann dir das von außen niemand bescheren. Dann stehst du zu dir und jede Abspaltung im außen ist willkommen. Warum solltest du auch jemanden halten wollen, der mit dir nicht klarkommt? Und auch deine Abspaltung von den anderen ist ein Zeichen, dass du deinen eigenen Weg gehst. Das bedeutet ja nicht, dass du mit den anderen streiten musst, aber du musst dich auch nicht mehr mit ihnen beschäftigen. Das ist ja genau der Punkt. Solange du dich mit den anderen noch streitest, bist du mit dir nicht im Reinen.Mit dir im Reinen zu sein, hat aber weder etwas mit Stolz noch mit Trotz zu tun. Mit dir ins Reine zu kommen ist ein jahrelanger Prozess. Nimm dir die Zeit dafür! Du hast in diesem Leben nichts anderes mehr vor.