Wenn Menschlichkeit Einzug hält, ist kein Protest mehr notwendig. Du denkst jetzt vielleicht, wenn Menschlichkeit bei den anderen Einzug hält. Aber ein Mensch kann sich nicht gegen etwas erheben. Ein Mensch kann sich nur für sich selbst erheben. Du denkst, dein Widerstand geht von der Außenwelt aus, die gegen dich ist. Dabei ist die Außenwelt gegen dich, weil du im Widerstand bist. Und bei diesem Thema denken viele jetzt gleich an Manifestation nach dem Motto "Ja, genau, ich erschaffe mir meine eigene Welt. Ich manifestiere sie mir." Das ist typisch für den Verstand, der immer hoch hinaus will. Dabei übersieht er die einfachsten Schritte. Es geht nämlich noch nicht einmal darum, wie die Außenwelt ist und ob du sie dir manifestierst, sondern wie du auf sie reagierst. Anders reagieren kannst du aber erst, wenn du anders bist. Und du bist erst dann anders, wenn du anders fühlst, denn deine Gefühle erscheinen dir als Realität. Und dabei übersiehst du, dass deine Gefühle Körperempfindungen sind, die du mit Gedanken und Handlungen verknüpft hast. Die Außenwelt war anfangs tatsächlich gegen dich, zumindest in bestimmten Teilen, in bestimmten Bereichen. Und seitdem manifestierst du dir deine Kindheitserfahrung jeden Tag neu — und zwar genau so lange, bis du dein eigenes Spiel erkennst. Solange du denkst: »Ah, wenn bloß diese blöde Welt da draußen nicht wäre!«, bist du ein Opfer deines eigenen "Mensch ärgere Dich nicht". Solange du auf die Menschlichkeit der anderen wartest, hast du dein eigenes Spiel nicht verstanden. Das ist ungefähr so, wie wenn du denkst: »Ja, ich wäre ja großzügig, wenn die anderen auch großzügig wären! Ich wäre ja friedlich, aber die anderen streiten!« Dann verstehst du das Prinzip von Ursache und Wirkung nicht. Für den Verstand erscheint das wie die Frage nach dem Ei und der Henne. Das liegt aber nur daran, weil der Verstand nie anfangen will. Er will nicht der Erste sein. Er will nicht, dass du die ersten Opfer bringst. Er will, dass die anderen sich unterwerfen. Viele Spiris warten und ersehnen den Aufstieg in 5D und in Parallelwelten und neue Universen und sie erhoffen sich den Aufstieg der Erde und der Menschheit. Dabei sind diese Paralleluniversen immer schon hier. Sie sind verfügbar. Du kannst sie betreten. Es gibt nur eine ganz einfache Bedingung, die deine Eintrittskarte ist: Du musst deinen verrückten Verstand vor der Tür lassen. Falls sich dein Verstand die Frage nach der Henne und dem Ei stellt, gibt es eine ganz einfache Antwort: »Du bist. Du bist bereits, bevor du diesen Gedanken denken kannst. Bevor du dir die Frage stellen kannst, was als Erstes hier war, bist du bereits hier.« Und die Frage ist nicht real. Sie findet nur in deinem Kopf statt. Sie ist ausgedacht — von dir als dein eigenes Spiel. Und außer dir kann niemand dieses Spiel durchschauen. Auch keine Henne und kein Ei, denn die existieren nur in deiner Fantasie. Außer dir gibt es nichts. Und das ist nicht theoretisch. Das ist noch nicht einmal spirituell. Du kannst gar keine andere Erfahrung haben, als die von dir, als die von deiner Existenz. Du bist von niemandem abhängig. Du kannst die Spielregeln deines eigenen Spiels verändern. Es gibt da draußen niemanden, also kann dich auch niemand davon abhalten. Du machst deine eigenen Regeln. Schon immer und auch dann, wenn du denkst, dass dir andere Regeln auferlegen. Es sind immer deine eigenen Regeln, denn es geschieht dir nach deinem Glauben. Wenn du daran glaubst, existiert es und existiert es nicht. Aber weil du so sehr daran glaubst, dass dir gar nicht mehr auffällt, dass du glaubst, kommt es dir so vor, als käme die Welt von außen statt von innen.