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    9.6.2023AQ 2023
    »Aufwachen ist Weitung.«
    0:007:12
    Aufwachen ist Weitung. Es gibt zur Zeit viele Menschen, die der Meinung sind, dass sie zu neuen Informationen aufwachen würden. Sie nennen das "Aufwachen". Doch das sind nur neue Informationen. Und sie denken, das sind bessere und richtigere Informationen. Sie sind der Meinung: Das ist jetzt die Wahrheit! Aber das ist kein Aufwachen. Beim Aufwachen gibt es kein Besser, Größer, Weiter in einem sportlichen Sinn. Es gibt ein Weiter als Weitung. Aufwachen ist Weitung. Das heißt nicht, dass du über irgendjemandem stehst, sondern das heißt, dass du alles einschließt. Alles, was passiert. Alles, was passiert, hat jetzt in dir Platz in deinem Erfahrungsraum. Das heißt nicht unbedingt, dass du keine eigene Meinung mehr hast und dass du alles supi findest. Aber das heißt, dass deine Urteile wegfallen, vor allem die Urteile über das sogenannte Negative, weil du erkennst, dass dieses Negative auch in dir ist, nicht nur in den anderen. Es ist einfach, den anderen zu beschimpfen und für schuldig zu erklären. Dieses Spiel kannst du ja auch sehr gut beobachten jetzt in den letzten drei Jahren. Das macht ja jede Seite. Die anderen sind die Blöden. Die anderen sind die Dummen. Das ist einfach. Die Ursache und die Quelle dafür in dir zu finden — das ist die Herausforderung und die nehmen die wenigsten Menschen an. Sie bleiben lieber in der Informationsmatrix gefangen und sind jetzt der Meinung, die besseren Informationen zu haben, die richtigeren. Neue Informationen sind nur der Beginn deines Erwachens, nicht das Ende. Ob dein Erwachen dann weitergeht, hat damit zu tun, was du mit diesen Informationen machst und wie du mit diesen Informationen umgehst und was anschließend passiert. Die meisten Menschen ändern ihre Meinung nie. Einige ändern ihre Meinung. Und das ist ein Anfang. Ein Anfang, den es in vielen verschiedenen Bereichen gibt. Ich habe ihn im Bereich der Ernährung erlebt, als ich vegane Rohkost gemacht habe. Da dachte ich, ich hätte jetzt meine Richtung gefunden. Ich war mir sicher. Und ich habe dann im Lauf der Zeit festgestellt, dass es für die meisten eine neue Religion ist und dass es keinen großen Unterschied zu vorher gibt. Ein größerer Unterschied zu vorher ist Flexibilität im Geist. Das ist der nächste Schritt. Und dem müssen viele weitere folgen. Im Idealfall bekommst du einen 360-Grad-Blick und kannst jede Position verstehen, einige oder sogar viele aus eigener Erfahrung nachvollziehen und dir selbst ist klar, dass deine aktuelle Meinung nur dein aktueller Stand des jetzigen Irrtums ist. Und dann ist dir auch noch klar, das ist aber keine Klarheit im Geist, sondern im Gefühl, dass das alles gar kein Problem ist. Du kannst weiterhin streben als Abenteurer und Pionier und du kannst dich festlegen, wenn du willst, musst es aber nicht. Du bist weder ein Gefangener deiner Gedanken noch deiner Informationen, also der Gedanken der anderen. Einen geweiteten Menschen kann man nicht mehr einsperren, weil er sein Gefängnis längst verlassen hat.