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    7.6.2023AQ 2021
    »Fülle existiert nicht.«
    0:009:31
    Fülle existiert nicht. Es gibt nur den Wegfall des eingebildeten Mangels. Du kannst das auf alle positiven Vorstellungen anwenden. Das, was dann zum Vorschein kommt, nennen wir halt so im Kontrast zum bisher Negativen. Solange wir in der Negativität gefangen sind, brauchen wir natürlich Worte, um das zu beschreiben, woher wir kommen, wo wir vorher waren. Diese Worte beschreiben aber einen Zustand, der durch den Wegfall dessen zustande kommt, was wir derzeit erleben. Sie beschreiben das Normale und wenn etwas normal ist, dann fällt es dir gar nicht auf. Nur wenn du im Negativen gefangen bist, wünschst du dir das Positive. Du hättest es logischerweise gerne besser. Dieses Besser ist aber nichts Neues. Das ist kein Ort und kein Zustand, wo du noch nie warst. Es ist etwas, das dir sehr wohl vertraut ist, das du sehr gut kennst. Du kennst es aber nicht als einen Zustand im Kontrast zu etwas, denn dieser Kontrast kommt ja erst durch die Negativität zustande. Du kennst es als deinen ursprünglichen ganz normalen Zustand. Und dann bekommst du einen Schmerzkörper, ein Ego, ein paar tausend Programme. Und in diesem Zustand empfindest du den vorherigen als unerreichbar und unfassbar positiv. So positiv, dass du dich gar nicht mehr daran erinnern kannst, jemals so positiv gewesen zu sein. Es ist aber kein Zustand im Kontrast zu etwas. Dein jetziger Zustand ist im Kontrast zu deinem ursprünglichen Zustand. Und selbstverständlich fühlt sich dein jetziger Zustand so an, als würde etwas fehlen und es fehlt ja auch etwas. Besser gesagt, du hast etwas zu viel, was dir den Eindruck gibt, es würde etwas fehlen. Deshalb ist der Weg in die Fülle nicht der Aufbau von ganz viel Fülle, sondern der Abbau vom Gegenteil. Für diesen Abbau gibt es kein Patentrezept. Deshalb kann das mitunter sehr schwierig und herausfordernd erscheinen. Und wenn du dann deshalb, weil es so schwierig erscheint, das Gegenteil machst und möglichst viel Fülle aufbaust, dann fliegt dir das andere, was dir im Weg steht, immer wieder um die Ohren. Künstliche Positivität hat keinen Wert. Sie lenkt dich nur ab und sie verhindert den Abbau der Negativität. Deshalb funktioniert es auch nicht, wenn du dir etwas schönredest. Es hat keinen Bestand. Es ist nicht stabil. Denn das, was stabil ist, ist ja schon hier. Es müsste dir nur auffallen. Es kann dir aber nicht auffallen, weil zu viel im Weg ist. Du hörst das immer wieder, dass Fülle dein natürlicher Zustand ist. Gleichzeitig wird so getan, als könntest du das erreichen. Wenn Fülle tatsächlich dein natürlicher Zustand ist, dann kannst du ihn nicht erreichen. Dann ist er schon immer hier. Dann ist er aber auch gar nichts Besonderes — zumindest nicht so, wie du es bisher interpretierst. Du hast aufgrund deiner Limitierungen eine falsche Vorstellung davon. Dein eingebildeter Mangel führt dazu, dass du Fülle glorifizierst. Fülle ist aber nicht das Gegenteil deines eingebildeten Mangels, weil sie nicht eingebildet ist. Und weil Fülle dein natürlicher Zustand ist, hat sie auch absolut gar nichts mit Materiellem zu tun. Es geht nicht ums Geld. Es geht nicht um Wohlstand. Es geht nicht um den Besitz. Es geht nicht um Produkte oder Dienstleistungen, die du dir leisten kannst. Wenn du Fülle im Kontrast zum eingebildeten Mangel interpretierst, wird ein richtiger Scheiß daraus. Ultimativ bedeutet das heutige Zitat: »Seele existiert nicht. Es gibt nur den Wegfall deines eingebildeten Egos.« Lass diesen Satz tiefer sinken als bis zu deinem ersten Widerstand aufgrund deines Glaubens an eine Seele! Es geht bei beiden Zitaten darum, wie die Fülle oder die Seele zum Vorschein kommt.