23.5.2023AQ 2006
»Der Unterschied zwischen Kopf und Gefühl: Gefühle reden nicht.«
Der Unterschied zwischen Kopf und Gefühl: Gefühle reden nicht. Gefühle sprechen nicht mit dir. Sie wollen nichts von dir. Sie haben keine Ideen. Sie wollen dir noch nicht einmal irgendetwas sagen. Sie haben auch keinen schlauen Rat für dich. Wenn du deine Gefühle fühlst, statt über sie nachzudenken, braucht es auch gar keinen schlauen Rat, weil du damit deine Programmierung anhältst. Schlaue Tipps hat nur der Kopf, der alles interpretiert. Deine Gefühle genauso wie seine Gedanken. Immer, wenn in dir jemand spricht, ist das nicht dein Gefühl, sondern dein Kopf. Und die Frage ist: Warum solltest du ihm zuhören? Und dann stell dir die Frage: »Will diese Körperempfindung irgendetwas von mir?« Und mach mal was Neues! Stell dir diese Frage außerhalb deines Verstandes. Stell dir die Frage im Gefühl. Und schau dann noch einmal nach: Will das Gefühl etwas von dir? Kann es dir überhaupt etwas sagen? Oder könnte es sein, dass es gar nicht spricht? Und ist es möglich, dass dir, also deinem Verstand, das Angst macht? Kann es sein, dass dein Verstand die ganze Zeit nach Bedeutung sucht und sie eigentlich nicht findet? Und könnte es außerdem sein, dass er sich diese Bedeutung ganz intensiv einbilden muss? Wenn du herausfindest, dass all das eingebildet ist: Was ist dann wahr und was ist dann echt? Was existiert tatsächlich und was ist nur ausgedacht? Für die meisten ist das Leben ein einziger langer Gedanke, weil sie das Schweigen ihrer Gefühle nie zugelassen haben.