Ein Profi ist kein Experte, sondern einer, der Lust hat auf das, was er macht. Wenn du Lust hast auf das, was du machst, dann steht Geld nicht im Vordergrund. Dann steht auch dein Ansehen nicht im Vordergrund. Du hast einfach Lust zu wirken. Und diese Lust, die fehlt an allen Ecken und Enden. Und natürlich ist es schwierig, in den heutigen Arbeitsverhältnissen diese Lust zu finden oder aufrechtzuerhalten, wenn du zum Beispiel nur noch monotone Arbeit machst, vielleicht sogar am Fließband. Kaum jemand will in eine Schublade gesteckt werden, dabei machen wir es täglich selbst, indem wir zum Beispiel Berufsbilder glauben und dabei nicht verstehen, dass wir neue, eigene Berufsbilder prägen könnten. Wir können sie einfach erfinden. Nur für uns, für sonst niemand. Dann ist garantiert, dass du Lust hast auf das, was du machst. Dann bist du ein Profi. Und weil du Lust hast auf das, was du machst, wirst du ganz automatisch auch zum Experten. Aber du zäumst das Pferd nicht mehr von hinten auf. Du versuchst nicht, erst ein Experte zu werden. Du versuchst nicht, als Erstes die Ausbildung oder das Zertifikat zu bekommen. Stattdessen konzentrierst du dich auf das, was dich bereichert — und zwar schon, bevor du Geld dafür bekommen hast. Damit wird alles viel einfacher. Und wenn es einfach ist zu lernen, wirst du automatisch besser. Du brauchst noch nicht einmal versuchen, gut zu werden. Du wirst es von ganz alleine. Du kannst gar nichts dagegen machen. Doch stattdessen konzentrieren wir uns immer noch viel zu sehr auf das, was uns angeboten wird, auf das, wofür wir Geld bekommen, was allgemein anerkannt ist. Wir können uns gar nicht vorstellen, dass wir im Bereich der Arbeit einfach unserer Anziehung folgen können. Stattdessen kämpfen wir gegen unsere Arbeitgeber. Wir denken, es wäre hilfreich, ihnen unsere Meinung zu sagen und natürlich zu demonstrieren und zu protestieren und zu kämpfen für mehr Lohn und weniger Arbeit. Wenn du deiner Lust folgst, dann willst du gar nicht weniger Arbeit. Eher mehr. Tatsächlich geht es aber sogar noch einen Schritt weiter. Du weißt gar nicht mehr, welcher Teil Arbeit und welcher Teil Freizeit ist. Und natürlich kann das eine Gratwanderung sein. Aber nur dann, wenn du nicht merkst oder nicht realisieren willst, dass dich auch diese Arbeit stresst und dass du, obwohl du der Lust folgst, immer noch dem Geld hinterherrennst. Und selbstverständlich kann das niemand verurteilen, dass du das tust. Die meisten tun das. Sie kennen es nicht anders. Sie sind es nicht anders gewohnt. Es geht also um deine Umgewöhnung. Und umgewöhnen kannst du dich nur, wenn du Dinge tust, die du noch nie getan hast, zum Beispiel Lust haben auf das, was du tust.