Der Verstand sind gefrorene Gedanken. Gedanken sind potentiell flexibel. Durch Programmierung entwickeln sich aber festgefahrene Gedanken, die nicht mehr flexibel sind. Und das ist der Verstand. Der Verstand ist nicht die Fähigkeit zu denken, sondern das Gegenteil davon. Der Verstand ist die Unfähigkeit zu denken. Allerdings fällt das dem Verstand nicht auf. Der Verstand ist schwer überzeugt davon, dass er in der Lage ist, kritisch und flexibel zu denken. Doch das ist nicht der Fall. Er ist programmiert und er ist nicht alleine. Es gibt nämlich nicht nur das festgefahrene Denken. Es gibt auch Körperempfindungen, die zu automatisierten Handlungen führen. Und festgefahrene Gedanken lösen oder können unangenehme Körperempfindungen auslösen, die zu Handlungen führen, die immer wieder die gleichen sind, oder auch zu Gedanken, die immer wieder die gleichen sind. Und so ist das Ganze eher ein geschlossener Kreislauf als ein offenes System mit ständig neuen Gefühlen, neuen Handlungen und neuen Gedanken. Der Verstand ist ein komplexes System aus festgefahrenen, sich wiederholenden Mustern. Dieses System ist weder leicht zu durchschauen, geschweige denn leicht aufzubrechen. Denn etwas, das über Jahre angelegt wurde durch sich wiederholende Worte und Taten, braucht auch Jahre, bis es aufgebrochen ist. Das Wesentliche ist aber nicht das Aufbrechen dieses Systems, sondern das Erkennen. Sobald du es erkannt hast, ist es dir bewusst. Und du kannst nicht mehr so leicht in diesem festgefahrenen System funktionieren. Ein kurzer Einblick in die Realität deines Verstandes genügt und dein Leben kann nicht mehr das gleiche sein wie zuvor. Dir werden deine gefrorenen Gedanken ab sofort auffallen. Manchmal unangenehm, manchmal auch sehr lustig, aber vor allem immer klarer, immer eindeutiger. Dadurch werden dir deine Muster bewusst und du bist das erste Mal in deinem Leben in der Lage, gegen deine Muster zu gehen.