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    11.3.2023AQ 1933
    »Gott chillt ins uns als das, was schon immer war und für immer sein wird.«
    0:007:40
    Gott chillt ins uns als das, was schon immer war und für immer sein wird. Nur unser menschlicher Körper und unser Emotionalkörper sind aufgeregte Gesellen. Diese menschliche Vorstellung vom Willen Gottes! Was, wenn Gott keinen Willen hat? Wenn Gott einen Willen hat, dann gibt es nur eine Möglichkeit: Dann soll alles so sein, wie es ist. Es könnte aber auch sein, dass Gott ein Chiller ohne Willen ist und einfach sagt: »Macht ihr mal, dann sehen wir weiter!« Nur wir, mit unserer verrückten Idee von unserem Willen, projizieren genau diese verrückte Idee in Gott, als hätte er die gleichen Probleme wie wir, als würde er sich mit einem Willen stressen, als könnte er nicht entspannen in das hinein, was ist, als hätte er unsere menschlichen Probleme, als wäre er so verwirrt wie wir. Diese Welt existiert nur in Gegensätzen. Die Idee von einer friedlichen Welt kann nur im Gegensatz zu unserer Vorstellung von Unfrieden entstehen. Würden wir Unfrieden nicht erkennen, könnte die Idee von Frieden in uns nicht entstehen. Du kannst Friede, Freude, Eierkuchen gar nicht erleben, wenn du das Gegenteil nicht kennst. Deshalb stellt sich die Frage: Wo und wie in deiner Welt erfährst du Unfrieden? Und wie kommt dieser Unfrieden zustande? Diese Untersuchung ist eine der härtesten, die du überhaupt beginnen kannst. Sie führt dich nämlich zu dem Ergebnis, dass aller Unfrieden bisher, in deinem gesamten Leben, Vorstellungen waren. Vor allem der große Unfriede, also alles, was mit Krieg und sonstigen Weltereignissen zu tun hat. Du kennst es in der Regel nicht aus eigener Erfahrung. Und den Unfrieden, den du aus eigener Erfahrung kennst, hast du auch nicht gemeistert. Du willst Frieden auf der Welt, bist aber an einem viel kleineren Unfrieden bereits gescheitert. Ich sag das nicht als Vorwurf, sondern als reine Selbsterkenntnis, als ehrliche Betrachtung dessen, was auch in mir ist: Der Wunsch für Friede — wobei ich zugeben muss, dass dieser Wunsch für Weltfrieden in den letzten Jahren stark zurückgegangen ist — und gleichzeitig die Unfähigkeit, für Frieden in meinem eigenen Leben zu sorgen, weil das nicht geht. Ich kann im Widerstand zu Unfrieden nicht für Frieden sorgen. Aber ich kann mit dem Unfrieden in Frieden fallen. Und dann passiert etwas Erstaunliches! Ich realisiere, dass jeder Unfrieden nur eine Idee war und der Friede, der gar keiner ist, sondern einfach nur Stille, schon immer hier war und für immer hier sein wird. Ganz egal, was passiert. Unser Wunsch, neues Leid zu vermeiden, kreiert neues Leid. Diesen Wunsch haben wir nur, weil wir das bisher erlebte Leid nie bewusst erlebt haben. Wir waren bei einer leidvollen Erfahrung bisher immer Opfer unserer Programmierung. Der Weg in den Frieden ist kein äußerer, sondern ein innerer. Der Friede sei mit dir und in dir und durch dich! Nur so funktioniert es. Alles andere bleibt ein Kampf mit den äußeren Umständen, der nie in den Frieden führt.