11.2.2023AQ 1905
»Erwachen hat kein Ende, da Bewusstsein ins Unendliche dehnbar ist.«
Erwachen hat kein Ende, da Bewusstsein ins Unendliche dehnbar ist. Es ist ein lustiger Irrtum des Verstandes, dass etwas abgeschlossen sein könnte. Die Idee von “mit etwas fertig sein” verhindert weiteres Wachstum. Die folgenden Zeilen habe ich 2017 zu diesem Thema geschrieben: »Je stärker Bewusstsein verdichtet ist, desto faschistischer ist es. Wenn die faschistischen Züge in deinem Leben beginnen zu verschwinden, dann ist das der Beginn von erwachendem Bewusstsein. Dieses Erwachen hat kein Ende, da Bewusstsein ins Unendliche dehnbar ist.« Diese Zeilen erscheinen mir wie eine Zeitreise. Und zwar sowohl jetzt als auch damals, als wäre ich damals in die Zukunft gereist und als würde ich jetzt in die Zukunft reisen. Der menschliche Verstand steht auf Erfahrungen. Die kann er abspeichern und er hält sie entweder für abgeschlossen oder für zu wenig oder zu selten oder zu häufig. Er hat immer ein Urteil darüber und er versucht sie einzuordnen. Das ist natürlich nicht hilfreich, sondern ganz im Gegenteil kontraproduktiv, denn dein Leben läuft nur scheinbar linear. Wenn Bewusstsein expandiert, wenn sich Bewusstsein weitet, dann gibt es zwar trotzdem noch die scheinbare zeitliche lineare Abfolge in deinem Leben und auf der anderen Seite fällt sie weg. Der Verstand macht aus solchen Erfahrungen manchmal etwas, das er “Und täglich grüßt das Murmeltier” nennt. Das sagt er natürlich nur, wenn er unzufrieden ist. Wenn mich das Murmeltier täglich so grüßt, mit diesen Erkenntnissen und diesen Zeitschleifen und Zeitreisen im Bewusstsein, dann habe ich gar nichts dagegen. Diese vier Zeilen sind fast wie eine Vorahnung von dem, was kommen sollte. Gleichzeitig war es aber bereits meine Erfahrung und nur deshalb konnte ich die letzten drei Jahre so leben, wie ich sie gelebt habe … frei von Massenpsychose, aber auch frei von der Idee, dass mein Erwachen ein Ende haben könnte, da mein Bewusstsein immer noch weiter dehnbar ist.