10.2.2023AQ 1904
»Wenn du dein Leid freiwillig konfrontierst, musst du nicht mehr dazu gezwungen werden.«
Wenn du dein Leid freiwillig konfrontierst, musst du nicht mehr dazu gezwungen werden. Ich weiß gar nicht, ob ich das heutige Zitat erklären möchte, denn es ist ein schönes Beispiel dafür, wie unterschiedlich ein Satz interpretiert werden kann und wie verschieden die Gefühle dabei sein können, die Menschen dabei fühlen. Du kannst diesen Satz als Provokation lesen und ich verstehe das, aber so ist er nicht gemeint. Ich mag diese absichtlich provozierenden Sätze selbst nicht. Es hat mir in meinem Leben nicht sehr viel gebracht und deshalb meine ich diesen Satz nicht provozierend. Es ist eine Erfahrung aus meinem eigenen Leben, dass ich herausfinden musste, wer leidet und was Leid tatsächlich ist. Und herausgefunden habe ich, dass Leid meinen Gedanken entspringt, nicht den Umständen. Und um das herauszufinden, kann es Sinn machen, dein Leid zu konfrontieren. Ich meine damit nicht, absichtlich Leid bei dir auszulösen. Ich meine, dein Leid, das du empfindest, zu konfrontieren. Und zwar, indem du untersuchst, woher es kommt. Was ist das entscheidende Element, das dazu führt, dass du leidest? Und das Ergebnis kann ich dir nicht vorgeben, das musst du in dir finden … unabhängig von allen anderen.