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    9.1.2023AQ 1872
    »Extrinsische Motivation«
    0:005:59
    »Extrinsische Motivation« ist auch nur ein Euphemismus für »Zuckerbrot und Peitsche«. Das Wort oder die Wortkombination “extrinsische Motivation” dürfte es gar nicht geben. Es ist ein Oxymoron oder einfacher gesagt ein Widerspruch. Es gibt keine Motivation, die von außen kommt. Von außen kann nur Zwang kommen. Im Fall von Zuckerbrot zwar auch ein Zwang, der nicht als solcher erscheint und trotzdem ist es von außen erzwungen. Motivation kann immer nur intrinsisch sein. Sie kann immer nur von innen, aus dir selbst heraus entstehen. Da wir aber so viel extrinsische Motivation in unserem Leben erfahren haben, was nichts anderes bedeutet, als wir wurden oft gezwungen oder hinein getrickst und deshalb machen wir das jetzt auch. Das heißt, wir haben eine echte innere Motivation und eine unechte innere Motivation und die unechte innere Motivation arbeitet mit den gleichen Mitteln wie die extrinsische Motivation durch andere. Wir spielen in uns das Spiel “Zuckerbrot und Peitsche”. Wir versuchen, uns zwanghaft selbst zu motivieren und zu überzeugen. Wir diskutieren intern mit uns selbst über gute Argumente, warum wir das tun sollten oder warum wir es nicht tun sollten. Und wir versuchen auch, uns selbst zu belohnen, wenn wir etwas machen, das wir eigentlich gar nicht wollen, wenn wir etwas machen, wozu wir nicht motiviert sind. Das heißt, der Verstand hat die Motivation internalisiert. Herzlichen Glückwunsch! So verarschen wir uns selbst. Wir haben das, was uns angetan wurde, verinnerlicht. Und so spielen wir das dämliche Spiel von “Zuckerbrot und Peitsche”, das früher nur außerhalb von uns existiert hat, jetzt auch innerlich und ohne die Existenz von extrinsischer Motivation, die von außen kommt. Kein anderer ist dazu notwendig. Es gibt niemand, der da steht und dich motivieren will. Das hat jetzt dein Verstand übernommen. Er tut so, als wäre er die anderen. Und er tut so, als wäre “Zuckerbrot und Peitsche” ein geeignetes Mittel, um dich und dein Leben zu steuern. Und selbstverständlich könnte er nicht falscher liegen. Aber wer sagt es ihm? Wer hat die Eier, ihm zu erklären, dass er falschliegt? Ich sage das bewusst so, denn in dem Moment, in dem du das tust, merkst du, wie viel Schiss du hast. Es fühlt sich nämlich genauso an, als würdest du anderen Menschen eine Ansage machen müssen, die du dich nicht traust zu machen. Du hast den Schiss deines Lebens, deinen Verstand in die Grenzen zu weisen. Es hat also gar keinen Wert, wenn dir jemand anders sagt, wie wichtig das ist, dass du deinen Verstand in die Grenzen verweist. Du musst das selbst tun. Nur dann ist es tatsächlich von innen motiviert.