Ein Helfer erzeugt die Notwendigkeit zu helfen. Wenn wir uns als Helfer identifizieren, erzeugen wir Hilfsbedürftige. Es gibt zur Zeit so viel Wahnsinn in dieser Welt und der spiegelt sich auch im Wahnsinn der Coaches, die ständig nach Aufmerksamkeit gieren, um jemandem helfen zu können. Wenn er als Helfer identifiziert ist, kann er gar nicht mehr schauen, ob derjenige, der sich bei ihm meldet, überhaupt Hilfe braucht. Und wenn ich als Helfer identifiziert bin, dann sehe ich in den Menschen Probleme, sonst wäre ich ja arbeitslos. Aber sollte die eigene Arbeitslosigkeit nicht das eigentliche Ziel eines jeden Helfers sein? Nur dann war er erfolgreich. Mein Tipp ist: Such dir statt einem Helfer einen, der die Perfektion in allem sieht. Such dir einen, der dich nicht verändern will, weil er gar nichts findet, was man verändern könnte. Jemand, der die Perfektion bereits in dem sieht, wie es jetzt gerade ist, erzeugt keine weiteren Notwendigkeiten. So kann das erste Mal Ruhe in dir einkehren. Ruhe vollkommen unabhängig von den Umständen. Ruhe im Sturm genauso wie in der Flaute. So richtig hilfreich wird jemand erst, wenn er nicht mehr als Helfer identifiziert ist. Das ist ein wunderbares Paradox, das du im Kopf nicht erklären und nicht lösen kannst. Aber du kannst es erleben. Es gibt diese Menschen. Es gibt Menschen, die in dir und deinem Weg bereits die Perfektion sehen. Und sie sehen diese Perfektion unabhängig von der Anzahl der Probleme, die du ihnen erzählst. Deshalb wollen sie dich auch nicht als Kunden binden und trotzdem kannst du in ihrer Nähe sein. Eine Sekunde in der Präsenz eines Menschen, der die Perfektion sieht, bringt mehr als Jahre und Jahrzehnte bei einem Helfer. Nicht unbedingt für die Lösung all deiner weltlichen Probleme, aber ganz sicher für deinen spirituellen Weg. So wirst du im Lauf der Zeit jemand, der auch keine Probleme mehr sieht und dadurch keine weitere Notwendigkeit zu helfen generiert. Stattdessen generierst du Frieden. Frieden in dir und dadurch auch in allen anderen.