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    13.11.2022AQ 1815
    »Gedachte Wahrheit ist keine.«
    0:004:08
    Gedachte Wahrheit ist keine. Wahrheit gibt es nicht gedacht, sondern nur gefühlt. Jeder Gedanke war zuerst ein Gefühl. Und jeder Gedanke, der auf einen Gedanken folgt, ist die Verdrängung dieses Gefühls. Die gesamte Menschheit orientiert sich an der gedachten Wahrheit. Niemand will sie fühlen. Und gefühlte Wahrheit ist auch verrufen. Denn das ist ja dann nur deine Wahrheit und keine objektive Wahrheit. Objektive Wahrheit ist ebenfalls gedachte Wahrheit. Es gibt keine Objektivität, weil du subjektiv bist. Objektivität musst du denken. Das heißt, du musst so tun, als gäbe es sie, während du ignorierst und verdrängst, dass du ein wandelndes Gefühl bist. Und durch diese Verdrängung kommt es zu philosophischen und spirituellen Diskussionen. Die kannst du direkt in die Tonne treten. Denn die Wahrheit war in einer Diskussion immer nur dann ein Gast, wenn einer der Diskussionsteilnehmer bereit war, zu fühlen. Wenn einer fühlt, während alle anderen denken, kannst du als Fühlender nicht mehr diskutieren. Und wenn alle Beteiligten fühlen, dann brauchst du nicht mehr denken. In der Präsenz von Fühlen entfällt die Notwendigkeit von Verdrängung und damit die Notwendigkeit von Gedanken. Wahrheit gibt es nie objektiv, sondern immer nur subjektiv gefühlt. In dieser Subjektivität gibt es eine absolute Wahrheit und das ist die Abwesenheit von Verdrängung. In der Abwesenheit von Verdrängung wird automatisch alles wahr.