Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    • Audioquickies
    • Entbildung
    • Kryptogold
    • Goldesel
    • Kostenlos
    • Shop
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    Start
    AQ
    Anmelden
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    © 2026 Stefan Hiene
    ImpressumDatenschutzAGBKontaktKaffeeHilfe
    Alle Audioquickies
    6.11.2022AQ 1808
    »Du darfst Berührung fühlen«
    0:005:59
    Du darfst Berührung fühlen. Fühl die Berührung, statt eine Handlung daraus abzuleiten. Mach das heutige Zitat vielleicht noch klarer. Denn so einfach dieser Satz klingt: »Du darfst Berührung fühlen«, »Ja klar, ich darf Berührung fühlen. Ist ja nichts dabei. Kann ich ja, fühl ich ja!«, stimmt aber nicht. Sehr oft ist es so, dass du tatsächlich Berührung fühlen würdest, aber eine Handlung daraus ableitest. Ein ganz einfaches Beispiel: Du schaust ein Video oder einen Film und dort macht jemand etwas, das dich begeistert. Und sofort willst du so sein wie er. Da hast du die Berührung nicht gefühlt. Denn niemand will so sein wie ein anderer, zumindest niemand, der reflektiert ist. Und reflektiert bedeutet nicht, der darüber nachgedacht hat, sondern jemand, der in sich ruht. Beziehungsweise jemand, der jederzeit bereit ist, in sich zu ruhen. Wenn du nämlich Ruhe einkehren lässt, während du einen Film oder ein Video von jemandem anschaust, der dich begeistert, der dich berührt, dann bist du in der Lage, diese Berührung in deinem Körper zu fühlen. Die meisten Menschen machen das nicht und handeln entsprechend dem Prinzip: »Es berührt mich etwas, also muss ich das auch machen. Ich muss das Gleiche machen oder etwas Ähnliches oder ich muss so werden wie der.« Nein! Etwas berührt mich. Ich darf die Berührung fühlen. Ich darf mir die Zeit nehmen, in meinem Körper zu bleiben und zu fühlen: »Wo im Körper fühle ich diese Berührung?« Dann muss ich anschließend keine Übersprungshandlung initiieren, nach dem Motto »Ah, sehr gut, das will ich auch machen. Das will ich auch haben. So will ich auch sein. Den bewundere ich. Der gefällt mir. Den will ich nachmachen.« Der Kern von all diesen Gedanken und Wünschen ist Berührung. Aber Berührung, die wir nicht fühlen. Entweder nicht fühlen wollen oder nicht fühlen können. Das Ergebnis davon, wenn du Berührung fühlst, ist nämlich nicht, dass du das machst, was der andere macht. Das Ergebnis deiner Berührung, wenn du die Berührung fühlst, ist, dass du selbst in der Lage bist, das zu machen, wovon du berührt bist, was dich berührt. Und das ist nicht zwangsläufig das, was der andere gemacht hat, was dich berührt hat. Und natürlich kann es sein, dass du damit auch wieder andere berührst. Das ist sogar sehr wahrscheinlich. Und das passiert automatisch. Das ist fast schon eine logische Konsequenz, die allerdings auch ein paar Jahre dauern kann. Der Beginn davon ist aber nicht, dass du gerne etwas machen würdest, was dich berührt. Der Beginn ist auch nicht, dass du andere berühren möchtest. Der Beginn ist also kein Wunsch. Der Beginn davon ist, dass du die Berührung fühlst.