Das Surreale ist ein Hinweis auf den Ausstieg aus der Matrix. Anders formuliert: Wenn du aus der Matrix aussteigst, beginnst du das Surreale zu erkennen. Du erkennst die Widersprüche. Du erkennst die Lügen. Du erkennst die Ungereimtheiten und du erkennst die Synchronizitäten. Anders gesagt: Dir fällt die Frau im roten Kleid auf — falls du den Film Matrix gesehen hast. Dabei ist es hilfreich, wenn du dich nicht verrückt machst mit dem Surrealen, wenn du nicht verärgert bist, dass es surreal ist. Es gibt Menschen, die sind davon wahnsinnig gestresst und dadurch können sie nicht aus der Matrix aussteigen. Es geht auch nicht darum, ob du zu 100 % draußen bist und ob das überhaupt möglich ist. Es geht nur darum, dass es dir auffällt. Und sobald es dir auffällt, wird es immer deutlicher. Die Matrix hält dich erst dann nicht mehr gefangen, wenn du ihr nicht mehr böse bist, wenn du dich über sie nicht mehr aufregst oder wenn du dir zumindest bewusst bist, dass du dich gerade über sie aufregst. Und nicht über das echte Leben. Nimm diese surrealen Hinweise bewusst wahr. Versuch sie nicht zu ignorieren. Spiel sie nicht herunter. Aber mach auch nicht mehr aus ihnen, als sie sind. Es sind nur Hinweise. Hinweise für das Offensichtliche, Hinweise auf das Offensichtliche, Hinweise auf das, was schon immer hier war, was du bisher nur nicht gesehen hast, nicht sehen konntest und nicht sehen wolltest. Hinweise auf die Wahrheit, die schon immer hier war hinter allem. Hinter jeder Bühne, hinter jeder Fassade, hinter jeder Maske, hinter deiner Maske und hinter der Maske der anderen. Nichts von dem, was wir bisher gesehen haben, war echt. Das Echte war immer verborgen im Hintergrund. Wenn dir Surreales begegnet, dann ist das nicht so, dass es neu ist, sondern du erkennst es. Du erkennst, dass die Masken und Fassaden schon immer surreal waren. Sie waren noch nie echt. In deinem Bewusstsein gibt es einen Sprung, eine Weitung. Dadurch kannst du es sehen. Es fällt dir auf. Den anderen fällt es nicht auf. Versuch sie nicht zu überzeugen, denn dein Bewusstseinssprung hat auch nicht durch Überzeugungsarbeit stattgefunden. Wenn du ihn genau beobachtest, stellst du fest, dass du gar nicht daran beteiligt warst. Es ist dir passiert. Es hat stattgefunden. Du hast ihn vielleicht vorbereitet, dich darauf vorbereitet, aber dann ist es dir einfach plötzlich aufgefallen. Und diese Auffälligkeit ist unumkehrbar. Du kannst jetzt nicht mehr hinter den Schleier zurück. Der Schleier hat sich gelüftet und hat alles, was du bisher gesehen hast, als das offenbart, was es ist: Masken und Fassaden. Surreale Masken und Fassaden. Denn nichts war echt. Nichts war authentisch. Authentisch ist das, was von innen kommt, was unterdrückt werden musste, damit du eine Maske tragen kannst. Authentisch ist das, was unter deinem Trauma liegt. Das Surreale fällt dir auf, weil du jetzt dein Trauma und das Trauma aller anderen sehen kannst. In dem liegt eine unglaubliche Schönheit und Befreiung. So kannst du auch sehen, dass jeder, der diese Welt kontrollieren will, gefangen ist. Was heute als elitär gilt oder als elitär behauptet und angesehen wird, ist tatsächlich die tiefste Traumatisierung. Und aus dieser Traumatisierung kommen wir nicht heraus durch Kampf. Denn Kampf ist Trauma. Aus dieser Traumatisierung können wir nur durch Mitgefühl und Verständnis herauskommen. Und je tiefer und intensiver das Trauma ist, desto mehr Mitgefühl und Verständnis brauchen wir.für die Heilung. Erst für uns selbst und dann auch für alle anderen.