Jede äußere Änderung sorgt nicht dafür. Jede äußere Änderung sorgt nicht für Veränderung. Wir hätten das nur gerne und deshalb bilden wir es uns ein. Und zwar so intensiv, dass wir gar nicht merken, dass diese äußere Änderung noch nie eine Veränderung gebracht hat. Wir könnten das feststellen, denn wir haben es schon zigfach erlebt. Es hat sich was verändert äußerlich, wir fanden es eine Zeitlang super oder ganz okay und plötzlich haben wir uns wieder daran gewöhnt und es war, als wäre nie etwas passiert. Wir sind wieder genauso unzufrieden wie zuvor, wir meckern genauso viel, wir fühlen uns genauso benachteiligt, unmotiviert und deprimiert. All die schönen Nebenwirkungen der äußeren Veränderung sind verpufft und wir wundern uns, wo sie geblieben sind. Jede äußere Veränderung sorgt maximal für eine kurzzeitige Veränderung. Wir finden in der Veränderung unseres Umfeldes, unserer Situationen und anderer Menschen niemals die Erfüllung, die wir uns wünschen. Und obwohl wir das wieder und wieder beobachten können, weil wir es ja auch immer wieder versuchen, hat es keine Auswirkung auf unser Leben, auf die Art und Weise, wie wir nach Zufriedenheit, Glück und Erfüllung streben. Und das hat damit zu tun und liegt daran, dass wir nie genau genug beobachten. Das ist eine Unfähigkeit, die auch damit zu tun hat, dass wir es nicht wollen. Natürlich ist das unbewusst. Das ist also kein Vorwurf. Wir wollen es nicht und wir können es nicht. Niemand hat es uns gezeigt und niemand hat es uns vorgelebt. Sobald wir damit beginnen, ehrlich und aufrichtig uns selbst zu beobachten, frei von Beurteilung, einfach nur Beobachtung, wird uns auffallen und muss uns auffallen, dass äußere Veränderung immer der inneren folgt. Äußere Veränderung ist nur der Ausdruck deiner inneren Veränderung. Es ist nicht der Ausdruck deines Wollens, deiner Wünsche und Träume. Es ist der Ausdruck dessen, was schon passiert ist in dir. Dem Denker in dir ist das zu unspektakulär, denn da verliert er seine Macht über dich. Für dich ist das der Himmel auf Erden. Denn das bedeutet, dass du dich mit Wünschen und Träumen und Visionen und anderen Fantasien überhaupt nicht stressen brauchst. Und verrückterweise brauchst du noch nicht einmal an deiner inneren Veränderung arbeiten, denn das würde auch vom Verstand ausgehen. Deine innere Veränderung ist etwas, was du sehr wahrscheinlich noch gar nicht auf dem Schirm hast. Es ist das, was passiert, wenn du dich selbst beobachtest. Urteilsfrei, frei von Wertungen und auch frei von Wünschen. Dann beginnst du deinen Verstand zu entdecken. Du stellst plötzlich fest, dass es in dir denkt und du kannst beobachten, was es in dir denkt. Und ab dieser Stufe des Bewusstseins ist es dir dann auch möglich, genau das zu ignorieren. Das sind bereits die zwei größten inneren Veränderungen, die du erleben kannst. Und diese beiden inneren Veränderungen sorgen für jede folgende äußere Veränderung.