Von Berührtsein gibt es keine Krönung. Und der Witz daran: Es ist egal, ob diese Berührung positiv oder negativ ausfällt. Wir bevorzugen selbstverständlich die positive Berührung und die ist schön und davon gibt es keine Krönung. Doch selbst die sogenannte negative Berührung beinhaltet nicht nur etwas, ein Geschenk für uns, könnte man sagen. Auch sie ist die Krönung. Wir fühlen die negative Berührung sogar oft intensiver als die positive und die negative Berührung verändert mehr in uns. Allerdings nur, wenn wir bereit sind, sie zu fühlen. Negative Berührung ist in sich selbst ein kompletter Transformationsprozess, wenn wir sie zulassen. Leider tun wir das nicht. Es fühlt sich zu unangenehm und zu intensiv an. Je genauer und je intensiver du dich selbst beobachtest, desto mehr wirst du feststellen, dass die negative Berührung sogar das größte und einzige Transformationspotenzial ist. Zumindest für den Zustand, in dem wir uns noch befinden. Das heißt selbstverständlich nicht, dass du nur noch die negativen Berührungen fühlen solltest und die positiven verdrängen solltest. Selbstverständlich nicht. Aber es bedeutet, dass du das erste Mal die negative Berührung nicht mehr verdrängen solltest. Du solltest dich für sie öffnen. Im Lauf der Zeit wirst du dann feststellen, dass diese negative, sogenannte negative Berührung gar nicht das ist, wofür du sie gehalten hast. Du wirst feststellen, dass mit ihr sogar Euphorie verbunden sein kann. Und du wirst herausfinden, dass die Gefühle, die du bei negativer Berührung fühlst, gar nicht die sind, die du dir vorgestellt hast. Und dass die Namen, die du den Gefühlen gegeben hast, gar nicht der Körperempfindung entsprechen. Denn die Körperempfindung will nichts von dir. Sie sagt dir nicht, dass du wütend bist. Davon weiß sie nichts. Die Namen vergibt nur dein Kopf und die Gefühle hast du bisher gar nicht wahrgenommen. Aber sie sind deine Krönung.