Gedanken kreieren nicht deine Realität. Sie verschleiern sie. Je mehr du denkst, desto weniger kannst du fühlen. Deine Gefühle sind deine tatsächlich erlebte Realität. Wenn du sie durch Gedanken verdrängst oder zumindest mit Gedanken überlagerst, dann verdrängst du deine Realität. Und wenn du mir jetzt widersprechen willst, dann denk noch einmal nach. Denn das geht nicht. Du kannst über deine Gefühle nicht nachdenken. Besser gesagt, du kannst es tun, aber es sind nicht deine Gefühle. Denn du verwendest Worte, die nicht deine Körperempfindungen sind. Auch Menschen, die spirituell sind, die manifestieren oder manifestieren wollen, neigen dazu, bei solchen Zitaten widersprechen zu wollen. Denn sie denken, sie könnten mit ihren Gedanken ihre Realität kreieren oder verändern. Dabei enthält jede gute, seriöse Manifestationsanleitung einen zentralen Satz und der lautet: "Du musst dich bereits so fühlen, als wärst du am Ziel angekommen." Er heißt nicht: "Du musst denken, als wärst du am Ziel angekommen." Oder "Du musst so tun, als wärst du am Ziel angekommen." Nein! Du musst dich so fühlen, als wärst du bereits am Ziel. Kleine Randbemerkung. Was dabei vielen Menschen gar nicht auffällt, ist die Tatsache, dass du dich gar nicht so fühlen kannst, als wärst du bereits am Ziel, weil die meisten Ziele, die du erreichen willst, hast du noch nicht erreicht. Und du weißt gar nicht, wie du dich dann fühlst. Du willst also sowieso nie das Ziel erreichen, sondern das Gefühl. Und Gedanken bringen dich dabei überhaupt nicht weiter, weil sie deine Realität nicht kreieren. Sie denken dir nur eine hypothetische Realität, die du gar nicht kennst und die du noch nicht einmal fühlen kannst. Du kannst nur fühlen, was diese hypothetischen Gedanken in dir auslösen. Du weißt aber nicht, was passiert, wenn du diese hypothetischen Gedanken tatsächlich erlebst. Deine Gedanken verschleiern deine Erfahrung. Sie wollen immer etwas anderes als das, was gerade hier ist und sie wollen alle negativen Gefühle, die hier sind, verdrängen. Deshalb hält dich nichts in deinem Leben so sehr auf, wie wenn du dich in deinen Gedanken aufhältst.