Die Gesellschaft macht aus dir jemanden, der ihr dient. Nicht jemanden, der dir dient. Und da es keine Gesellschaft gibt, sondern nur andere Menschen, kannst du auch die Gesellschaft durch Menschen ersetzen. Menschen machen aus dir jemanden, der ihnen dient, nicht jemanden, der dir dient. Du bist für andere Menschen nicht dienlich, wenn du dir dienst. Das dient natürlich nicht, aber so denken die meisten. Tatsächlich ist es genau umgekehrt. Wenn du dir dienst oder erst wenn du dir dienst, kannst du auch anderen dienen. Du bist in deiner entspanntesten Version ganz besonders hilfreich. Die Programmierung durch andere funktioniert aber so, dass sie dich stressen, damit du ihnen dienst, damit du für sie hilfreich bist. Das funktioniert dann auch bis zu einem gewissen Grad, aber überhaupt nicht gut. Und zwar weder für dich noch für die anderen. Es bleibt immer eine angespannte, gestresste Situation, in der du nie voll aufblühen kannst und damit bist du auch nicht so hilfreich, wie du sein könntest. Erschwerend kommt hinzu, dass auch diejenigen, die dich kontrollieren wollen, angespannt und gestresst sind. Und selbst wenn sie es dadurch schaffen, dass du ihnen dienst, können sie nie wirklich entspannen. Sie können deine Hilfe, dein Dienen gar nicht wirklich genießen, weil sie nie entspannen können. Sie sind ja schließlich damit beschäftigt, dich zu kontrollieren und damit stressen sie sich selbst. Der Traum, den jetzt viele träumen, ist derjenige, dass sie sich vorstellen, die Gesellschaft würde sie unterstützen dabei, sich zu entfalten und sich selbst zu dienen. Das wird nicht passieren. Das muss jeder für sich selbst tun. Jeder muss für sich selbst entdecken, dass er sich selbst dienen muss, um überhaupt in der Lage zu sein, zum großen Ganzen beizutragen. Sich selbst zu dienen ist entgegen der landläufigen Meinung überhaupt nicht selbstsüchtig oder egoistisch, sondern genau das Gegenteil: Es ist das Selbstloseste, das du tun kannst.