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    6.10.2022AQ 1777
    »Vergib dir selbst, dass du der Welt geglaubt hast.«
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    Vergib dir selbst, dass du der Welt geglaubt hast. Vergebungsrituale sind ja in irgendwie. Aber wem verzeihst du, wenn du anderen verzeihst? Du verzeihst der Idee der anderen in dir. Das einzig mögliche und einzig notwendige Vergebungsritual ist deshalb: "Vergib dir selbst, dass du der Welt geglaubt hast. Vergib dir, dass du den anderen geglaubt hast. Vergib dir, dass du eine Idee von der Welt entwickelt hast. Vergib dir, dass du die Ideen über die Welt der anderen übernommen hast. Vergib dir für die Welt in dir." Du musstest dieser Welt glauben. Du hattest keine andere Wahl. Und so hast du die äußere Welt zu deiner inneren gemacht. Die Welt in dir ist diejenige Welt, der du geglaubt hast. Glaube ist aber nicht Wissen. Dein Glaube ist keine Erfahrung. Dein Glaube ist nur eine Überzeugung, eine äußere Welt, der du vertraut hast. Du hast sie als relevant betrachtet. Du musstest sie als relevant betrachten, denn es war die einzige, die es gab. Niemand hat dir gesagt, dass diese Welt, die du gerade kennenlernst, nur eine mögliche Variante ist. Und niemand hat dir gesagt, dass es noch viele Millionen weitere Varianten gibt. Jeder hat dir von seiner Welt so berichtet, als wäre es die einzige. Jeder war überzeugt davon, dass seine Welt die einzig richtige Welt ist. Jeder war so überzeugt von seiner Welt, dass er sich damit identifiziert hat und er wollte dir das Gleiche beibringen. Er wollte, dass du dich mit seiner Welt identifizierst. Vergib dir dafür, dass du es getan hast. Du hattest keine andere Wahl. Jetzt hast du sie.