Wenn du wirklich elitär bist, bist du wieder Müllmann. Ich habe gleich am Anfang einen Hinweis. Nicht für dich, sondern für die anderen. Mach das nicht. Mach das nicht, was du denkst. Denk nicht. Versuch zu verstehen, was gemeint ist. Es gibt Menschen, ganz bestimmt nicht du, andere, die denken bei so einem Zitat: "Ja, aber Stefan, was ist denn schlecht an einem Müllmann? Das ist doch vollkommen in Ordnung. Das ist doch ein ehrenwerter Beruf. Warum machst du jetzt die Müllmänner schlecht?" So ist es nicht gemeint. Da steht auch nicht drin: "Müllmänner sind schlecht." Da steht: "Wenn du wirklich elitär bist, bist du wieder Müllmann", oder: "Straßenkehrer." "Ja, aber Stefan, Straßenkehrer ist doch auch kein schlechter Beruf." Hab ich ja auch nicht gesagt. Wenn du wirklich elitär bist, bringst du den Müll raus. Das ist die elitärste Tätigkeit, die es gibt. Viele Menschen verstehen unter Elite etwas anderes. Und zwar das, was ihnen aktuell vorgelebt wird. Und das ist nicht elitär, sondern parasitär. Und ein Parasit ist sich zu schade, den Müll rauszubringen. Sowohl seinen eigenen, als auch den der anderen. Er bräuchte dringend einen Müllmann, der ihm hilft, aber er lässt nur die oberflächliche Hilfe zu, während er versucht, den Müll, der in ihm ist und um den es gehen würde, zu kaschieren und zu verbergen. Beim Übergang vom Parasitären zum Elitären fällt dir auf, dass du den Müll rausbringen musst und dazu wieder Müllmann werden musst. Es wird dir klar, dass das keiner für dich machen kann. Es ist dein Job und es ist ein edler Job. Eben kein verachtenswerter, degradierender, minderwertiger Job. Es ist aber auch kein stressiger Job. Du solltest ihn nicht machen, weil du dich selbst stresst, sondern in der Erkenntnis, dass du sowieso nicht fertig wirst und in größter Entspannung. Schritt, Atemzug, Besenstrich.