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    17.9.2022AQ 1758
    »Der Wunsch, etwas zu regulieren, kreiert den Wunsch, es zu umgehen.«
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    Der Wunsch, etwas zu regulieren, kreiert den Wunsch, es zu umgehen. Das gilt in dir natürlich genauso wie außerhalb von dir. Wenn du dich selbst regulieren willst, wenn du dich selbst in die Schranken weisen willst, wenn du Eigenarten von dir in den Griff bekommen möchtest und dich darauf fokussierst, kreiert das in dir gleichzeitig den Wunsch, die Einschränkung, die du dir selbst gibst, zu umgehen. So entstehen sogenannte Süchte beziehungsweise werden zumindest weiter aufrechterhalten. Und genauso geschieht es in der Welt. Wenn zum Beispiel Regierungen bestimmte Mittel regulieren, entstehen immer sogenannte Schwarzmärkte, was die eigentlichen freien Märkte sind, die steuerfreien Märkte. Jeder Drang, etwas einzuschränken, kreiert seine Gegenbewegung. Die Einschränkung lenkt deinen Fokus auf das Verbotene. Und zwar ganz automatisch. Daher kommt die Idee, dass der Verstand das Wort 'nicht' nicht versteht, was natürlich nicht stimmt. Denn du bist ja nicht blöd. Ganz im Gegenteil. Aber dein Fokus wird nicht auf das Wort 'nicht' ausgerichtet, sondern auf das, was benannt wird. Selbst wenn du deinen Fokus auf das, was benannt wird, was verboten ist, in dem Sinn ausrichtest, dass du dir die ganze Zeit sagst: »Ich darf das nicht. Das ist verboten!«, liegt dein Fokus auf dem Verbotenen und nicht auf der Alternative. Und dann stellt sich natürlich auch die Frage, ob man etwas überhaupt regulieren kann. Ich könnte mir wünschen, gerade das Gewitter im Hintergrund einzuschränken. Es macht keinen Sinn. Alleine der Wunsch würde Druck in mir verursachen und das vollkommen unnötigerweise, denn ich kann es nicht steuern. Es ist also ganz egal, ob die Regulierung mit etwas zu tun hat, was man steuern kann oder was man nicht steuern kann. Es funktioniert nie. Das gilt es zu erkennen. Du kannst das für dich so nutzen, dass du dir klarmachst, dass du dich nicht auf das konzentrierst, was reguliert ist oder verboten oder empfohlen bis erzwungen, sondern auf etwas anderes. Auf das, was du machen willst. Auf dein Leben. Wenn du dein eigenes Leben lebst, gibt es keine Lücke mehr, die von anderen oder deren Geboten und Verboten gefüllt werden kann.