Nichts ist nicht nichts. Was wir als 'nichts' bezeichnen, ist nicht nichts. Auf nichts kannst du nicht deuten. Du kannst nicht zeigen, dass es einen Raum gibt, der aus nichts besteht. Jeder Raum muss aus etwas bestehen. Auch ein luftleerer Raum, ein sogenanntes Vakuum. Das wir aber gar nicht zu 100 % herstellen können auf künstliche Art und Weise, von dem aber behauptet wird, dass es da draußen irgendwo ist. Auch das besteht nicht aus nichts. Denn selbst in diesem Vakuum kannst du einen Weg zurücklegen. Und überall, wo ein Weg ist, eine Strecke, kann nicht nichts sein. Es ist nicht wichtig zu wissen, was da ist. Wichtig ist zu erkennen: Das ist nicht nichts. Wenn wir also von dem Nichts sprechen, dann liegt da schon das erste Missverständnis. Wir wissen gar nicht, wovon wir sprechen oder wir meinen das Falsche. Wir meinen das Nichts, das trotzdem einen Raum erschafft. Und dieses Nichts gibt es nicht. Wenn wir trotzdem darüber sprechen, als wäre es ein Nichts, dann sprechen wir über ein Nichts, das wir noch nie erfahren haben. Wir sind nur sehr überzeugt, dass wir es schon erlebt oder gesehen hätten. Was absurd ist, denn nichts kannst du nicht sehen. Wir sprechen also trotz unserer angeblichen Erfahrung in der Theorie. Wir sprechen darüber, weil wir es gehört haben. Das ist kein Wissen. Das ist Hörensagen. Unser Ego ist aber darauf trainiert, so zu tun, als wüsste es, um Bedeutung zu erlangen und um bedeutend zu bleiben. Es kann nicht zugeben, dass es das Nichts noch nicht erfahren hat. Denn in dem Moment, in dem das Ego das Nichts erfährt, ist es nicht mehr da. Es ist keine Erfahrung deines Ichs. Um das Nichts zu erfahren, muss das Ich sterben. Diese Todeserfahrung findet kein Ego gut. Danach ist es aber vollkommen klar, dass es das Nichts wirklich gibt. So paradox das klingt! Deinem Verstand kannst du das nicht erklären. Das macht aber auch nichts, denn er ist auch nicht nichts.