Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    • Audioquickies
    • Entbildung
    • Kryptogold
    • Goldesel
    • Kostenlos
    • Shop
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    Start
    AQ
    Anmelden
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    © 2026 Stefan Hiene
    ImpressumDatenschutzAGBKontaktKaffeeHilfe
    Alle Audioquickies
    3.9.2022AQ 1744
    »Nein, ich verdränge keine Angst.«
    0:005:15
    Wir sind Gewohnheitstiere ... wir leben in der Gewohnheit der Verdrängung von Angst. Eine Gewohnheit ist nichts Bewusstes. Das heißt, wir wissen gar nicht, dass wir Angst verdrängen. Viele Menschen würden und könnten sogar guten Gewissens behaupten: »Nein, ich verdränge keine Angst.« Und sie hätten recht mit der kleinen Ergänzung: »Ich verdränge bewusst keine Angst!« Das ist vollkommen richtig. Wir verdrängen unsere Angst nicht bewusst. Für die Verdrängung von Angst benötigt es Unbewusstheit beziehungsweise besser gesagt, die Abwesenheit von Bewusstsein. Es darf uns auch gar nicht auffallen. Denn sobald es uns auffällt, wird es immer unmöglicher. Würde es uns auffallen, würden wir merken, wie oft wir es tun und in welch' teils absurden Situationen oder aus welch' absurden Gründen. In der Anwesenheit von Bewusstsein ist Verdrängung absolut unmöglich, denn Verdrängung ist das Gegenteil von Bewusstsein. Es gibt auch genau genommen nur ein einziges Problem. Und das ist die Abwesenheit von Bewusstsein. Nicht die Umstände, nicht die Situation, in der du dich befindest, definieren dich, sondern die Anwesenheit oder Abwesenheit von Bewusstsein. Deshalb bringt es nichts, wenn du die Umstände änderst. Da wir uns aber so sehr an die Abwesenheit von Bewusstsein gewöhnt haben und damit an die Verdrängung von Angst, können wir uns gar nicht vorstellen, dass es noch eine andere Möglichkeit gibt. Diese Möglichkeit beginnt nicht mit dem allerhöchsten Bewusstsein, sondern diese Möglichkeit beginnt mit Ehrlichkeit uns selbst gegenüber: »Ja, ich verdränge meine Angst.« Diese Erkenntnis, nur für dich, nicht für die Öffentlichkeit, nicht für den Nachbarn, nicht für die Kollegen, nicht für die Freunde und noch nicht einmal für deinen Partner, diese Ehrlichkeit dir selbst gegenüber ist der Beginn von Bewusstsein: »Ja, ich verdränge. Ja, ich möchte keine Angst haben. Ja, ich möchte keine Angst fühlen.« Damit beginnt das Abenteuer. Denn ab diesem Punkt kannst du dich auch fragen: »Wo im Körper fühle ich die Angst, wenn ich sie nicht mehr verdränge?«