Betrachte nicht deine Umgebung. Betrachte nur noch dich, deine Gedanken und deine Gefühle. Etwas zu betrachten bedeutet nicht, darüber nachzudenken. Also denk nicht über deine Umgebung nach. Denk aber auch nicht über dich, deine Gedanken und deine Gefühle nach. Es gibt in diesem Leben nichts zu denken. Denken ist eine Illusion. Du wirst gedacht. Auch das kannst du einfach geschehen lassen. Du wirst gefühlt. Auch das kannst du einfach geschehen lassen. Betrachte dich dabei. Betrachte das, was sich zeigt, was in dir aufsteigt als Körperempfindung, was in dir aufsteigt als Gedanke. Sind das deine Gedanken? Woher kommen diese Gedanken? Sind das deine Gefühle? Woher kommen diese Gefühle? Nutz diese Fragen nicht, um darüber nachzudenken. Nutz diese Fragen für deine Beobachtung. Sei bereit, dir alles in dir genauestens anzuschauen, selbst dann, wenn es Schmerzen auslöst. Und verurteile dich nicht dafür, wie du bist, besser gesagt, wie es ist, wie es in dir ist. Erkenne, dass du nirgendwo ankommen kannst, weil du immer schon hier bist und weil du das, was ich gerade beschrieben habe, jederzeit machen kannst. Ganz egal, wie schlecht oder auch wie gut es dir geht. Und ganz egal, was du gerade denkst oder fühlst. Mach diese Übung in jeder möglichen und unmöglichen Situation. Mach es, wenn du alleine bist und mach es, wenn du unter Menschen bist. Beobachte dich. Beobachte dich so genau wie möglich. Und stress dich nicht, falls es dir nicht gelingt.