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    11.8.2022AQ 1721
    »Alles, was der Verstand versucht, im Nachhinein zu erklären, hat dich bereits verändert, während du es erlebt hast.«
    0:007:27
    Alles, was der Verstand versucht, im Nachhinein zu erklären, hat dich bereits verändert, während du es erlebt hast. Unser Verstand liebt es, über Erfahrungen nachzudenken, die in der Vergangenheit liegen und Erklärungen zu finden. Warum es passiert ist, was da passiert ist, wie es passiert ist. Und wie es dich verändert hat und wie diese Veränderung funktioniert, wie die abläuft. Und was du jetzt noch tun kannst, um diese Veränderung noch nachhaltiger zu machen. Falls du so denkst beziehungsweise falls du so gedacht wirst von deinem Verstand, kannst du dir eine ganz einfache Frage stellen: Hast du diese Erfahrung gemacht oder ist dir diese Erfahrung geschehen? Hast du aktiv daran gearbeitet, damit genau das passiert, was du erlebt hast? Wenn du das wirklich denkst, geht das überhaupt? Und warum klappt es sonst nicht? Das, was du erlebt hast, hat dich bereits verändert. Und zwar ohne, dass du dir auch nur eine einzige Frage, die du dir zu dieser Erfahrung stellst, die dein Verstand aufbringt, beantworten kannst. Es ist nicht wichtig, woher diese Erfahrung gekommen ist. Es ist auch nicht wichtig, wohin diese Erfahrung gegangen ist. Du hast sie gemacht. Es hat dich verändert, sogar dann, wenn du sie wieder vergisst. Dein Verstand verkauft dir das als etwas Schlechtes. »Vergessen … nicht gut!« Was für ein Segen! Zieh dir das rein! Es hat dich verändert. Selbst dann, wenn du dich nicht mehr erinnern kannst. Du kannst es also gar nicht wirklich vergessen. Im Kopf schon. Aber das, was passiert ist, nicht unbedingt, was du erlebt hast, aber was es verändert hat, hat dich für immer verändert. Nicht nur in diesem Moment. Wenn es eine schöne Erfahrung war, quält uns der Kopf ganz gerne und sagt: »Oh, das war so schön! Was da wohl passiert ist? Das muss ich unbedingt noch einmal erleben!« Und wenn es eine schlechte Erfahrung war, macht er dir Angst, dass diese Erfahrung ja noch einmal kommen könnte. Und versucht herauszufinden, wie du die unter allen Umständen vermeiden kannst. Beides ist wahnsinnig, denn keine einzige Erfahrung in deinem Leben hast du bewusst gemacht. Du hast sie nicht herbeigeführt. Das, was du erlebt hast, ist von ganz alleine entstanden. Selbst dann, wenn du den Eindruck hast, du hättest etwas dafür getan. Das, was passiert ist, hattest du gar nicht auf dem Schirm. Und es geht darum, sowohl positive als auch negative Erfahrungen als das zu verarbeiten und hinzunehmen, was sie sind. Nicht ewig darauf herumkauen, was da wohl passiert ist und welche Ursachen das hat. Damit kannst du dich verrückt machen. Das geht. Das ist im Rahmen der Möglichkeiten. Ich finde, das solltest du nicht tun und dein Verstand ist natürlich vollkommen anderer Meinung. Er versteht das nicht. Er ist der Meinung, man könnte Ereignisse und Erfahrungen nachbearbeiten und zu etwas noch Besserem machen, noch was daraus lernen, noch was mitnehmen, noch darüber nachdenken, damit es eine runde Geschichte wird. Und damit verkennt er die Perfektion, die bereits hier ist. Jede Erfahrung geschieht im Moment und sonst zu keinem anderen Zeitpunkt und wenn sie dich verändert, verändert sie dich genau in diesem Moment und nicht vorher und nicht danach. Alles, was passieren soll, ist schon passiert. Und jede Veränderung, die geschehen soll, hat schon stattgefunden. Da brauchst du nicht mehr drüber nachdenken. Schon passiert. Fertig. Nächstes Abenteuer.