Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    • Audioquickies
    • Entbildung
    • Kryptogold
    • Goldesel
    • Kostenlos
    • Shop
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    Start
    AQ
    Anmelden
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    © 2026 Stefan Hiene
    ImpressumDatenschutzAGBKontaktKaffeeHilfe
    Alle Audioquickies
    1.8.2022AQ 1711
    »Ganz egal, wie gut eine Sache ist: Sobald sie staatlich verordnet ist, ist es eine schlechte Sache.«
    0:008:11
    Ganz egal, wie gut eine Sache ist: Sobald sie staatlich verordnet ist, ist es eine schlechte Sache. Du kannst das ganz einfach aus deiner eigenen Kindheit nachvollziehen. Wenn du etwas tun musstest, um zu gefallen oder um deinen Eltern zu gehorchen, dann hast du es nicht gerne getan. Du hast dich angepasst, verstellt, so getan als ob. Es kam aber nicht aus dir und deshalb war es nicht echt. Es wurde von dir gefordert. Es wurde erzwungen. Und egal, was es ist, was von dir gefordert oder erzwungen wird, wenn es nicht von dir kommt, ist es nicht echt und damit ist es keine gute Sache mehr. Wir nehmen diesen Mechanismus unserer Kindheit in jeden Bereich unseres Lebens mit und sehr viele Gemeinschaften, sehr viele Szenen funktionieren genau so. Die sind der Meinung, sie hätten etwas gefunden, was ultimativ gut ist, was jeder so machen sollte. Und dann beginnen sie andere zu bearbeiten. Das kannst du im Ernährungsbereich sehen. Das kannst du im finanziellen Bereich sehen und in allen anderen Bereichen deines Lebens. Da wollen dich Menschen zu etwas zwingen beziehungsweise überreden oder überzeugen. Sie wollen dir 'nur' in Anführungsstrichen ihre Meinung sagen, was aber gar nicht stimmt. Sie würden dich am liebsten so schnell wie möglich konvertieren — von deinem bisherigen Glauben zu einem neuen Glauben. Im religiösen Bereich geht das natürlich auch. Aber dieses Thema Glaube gilt für alle Bereiche deines Lebens. Immer wenn du glaubst und gleichzeitig fest überzeugt bist, dass dieser Glaube für andere auch gut wäre, ist es keine gute Sache mehr. Dann bist du nicht mehr hilfreich. Und eine staatliche Verordnung ist nur die Vergrößerung dieses Prinzips. Dann ist halt der Staat der Meinung, er wüsste jetzt, wie du es machen musst und er verlangt es von dir. Er verlangt es von dir, wie man es von dir als kleines Kind verlangt hat. Vater Staat verlangt es von dir, so wie es dein echter Vater von dir verlangt hat. Es ist aber keine gute Sache, etwas von dir zu verlangen, weil es nicht hilfreich ist, wenn es nicht aus dir selbst entsteht. Es muss dein Wunsch sein, dein Antrieb — ganz egal, was das ist. Wenn es dein Wunsch und dein Antrieb ist, ist es hilfreich. Wenn es ein anderer von dir verlangt, ist es nicht hilfreich und sogar kontraproduktiv. Du durftest und konntest nämlich den Weg nicht selbst finden und auch nicht selbst gehen. Man hat von dir erwartet und erzwungen, dass du eine Abkürzung nimmst. Zu echter Erkenntnis und echtem Lernen gibt es keine Abkürzung. Ein ganz einfaches Beispiel dazu: Wenn du Lust hast, mit dem Fahrrad auf dem Hinterrad zu fahren, dann versuchst du es. Du tust es, du näherst dich an, du experimentierst. Du suchst nach Menschen, die dir helfen können. Du suchst Hilfsmittel jeglicher Art und vielleicht schaffst du es, das zu lernen. Ich habe es nie gelernt. Ich wollte es immer können, aber ich habe es nicht gelernt. Ich habe dann andere Dinge gelernt, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich sie jemals können würde. Wenn es staatlich gefordert wird, dass du auf dem Hinterrad fahren kannst, dann lernst du es unter Druck. Das kennst du aus der Schule. Und dann hast du ein Riesenproblem, wenn du es nicht lernst. Dann musst du so tun, als könntest du es. Du musst es vorgeben. Du musst andere täuschen. Und das führt also überhaupt nicht zu dem Effekt, dass alle auf dem Hinterrad fahren können. Ein moralischer Zwang führt immer zu moralisch fragwürdigen Ergebnissen. Ganz einfach deshalb, weil Zwang immer in dein autonomes System eingreift. Zwang greift in deine Freiheit ein, in deine dir selbst innewohnende Moral, in das, was aus dir entsteht. Zwang ist gegen deine Individualität. Er macht dich zum Objekt, als wärst du eine Maschine, die man nur programmieren müsste. Und genau das passiert.