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    30.7.2022AQ 1709
    »Wir verdrängen den Sinn, der jetzt schon hier ist.«
    0:006:28
    Wir verdrängen den Sinn, der jetzt schon hier ist. Und dann gehen wir raus und suchen nach dem Sinn des Lebens. Wir verdrängen den Sinn, indem wir uns selbst sagen, dass dieser Zustand, in dem wir jetzt gerade sind, keinen Sinn macht. Wenn wir das tun, ist es selbstverständlich, dass wir anschließend auf Sinnsuche gehen müssen. Und bei dieser Suche suchen wir nach einem falschen Sinn. Einen Sinn, den wir im außen suchen. Einen Sinn, den wir über den Verstand vergeben und zuordnen. Einen Sinn entsprechend oder auch im Widerstand zu unserer Programmierung. Einen Sinn, indem wir etwas darstellen wollen. Und sogar der Sinn, anderen zu helfen oder ein Leben als Visionär zu führen. Es ist vollkommen egal, was du nimmst. Es ist immer entfernt von dem Sinn, der jetzt schon da ist. Diesen Sinn, der jetzt schon da ist, kannst du nur durch eine sinnlose Sinnsuche verdrängen. Denn das, was jetzt hier ist, ist schon sinnvoll. Auch dann, wenn du diesen Sinn nicht erkennen kannst. Der Teil, der den Sinn nicht erkennen will, ist dein Ego und dein Ego beschwert sich über fast alles. Für dein Ego macht nichts Sinn. Es erzählt dir aber, dass es total sinnvoll wäre, wenn du zum Beispiel reich und berühmt wärst oder zumindest erfolgreich oder wenigstens glücklich oder wenigstens zufrieden. Und so verdrängst du immer den Sinn, der jetzt schon hier ist. Denn jetzt gerade bist du vielleicht nicht erfolgreich, nicht glücklich, nicht zufrieden, nicht reich, fühlst dich nicht in der Fülle. Das willst du aber nicht wahrhaben. Das willst du verdrängen. Und das machst du durch die Sinnsuche. Du willst was anderes finden als das, was jetzt schon hier ist. Etwas anderes wird aber niemals kommen. Etwas anderes ist aber auch gar nicht notwendig. Denn das, was jetzt hier ist, ist schon das Maximale, was du jemals erleben kannst. Mehr als Leben gibt es nicht. Alles, was darüber hinausgeht, ist ausgedacht, Fantasie, Idee und nicht wirklich hier. Jetzt ist gerade etwas anderes da und nur das, was jetzt hier ist, ist relevant für dich. Deshalb kannst du keinen Sinn finden. Er ist schon hier. Du erkennst ihn nur nicht. Und auch, wenn du behauptest, du würdest ihn gerne erkennen, du willst ihn gar nicht erkennen. Denn in dem Moment, in dem du ihn erkennst, bricht dein Verstand zusammen. Deine gesamte Programmierung wird überflüssig. Alles, was du tust, alles, was du anstrebst, alles, was du künstlich aufgebaut hast, ergibt plötzlich keinen Sinn mehr, weil es ein künstlicher Sinn war. Ein Sinn, der dich von dir und dem Sinn deines Lebens entfernt hat. Stell dir diese Frage nicht intellektuell, aber stell sie dir. »Könnte es sein, dass dieser Zustand, den ich habe, Sinn macht?« Such keine logische Antwort darauf, die gibt es nicht. Versuch, diese Frage so zu stellen, dass sie dich öffnet — und zwar für das, was jetzt schon hier ist.