Reichtum hat nichts mit deine Kontostand zu tun, sondern mit deiner Fähigkeit Geld auszugeben. Natürlich kannst du reich sein auf deinem Konto. Das ist aber ein vorgestellter und eingebildeter Reichtum. Es sind Zahlen auf einem Server. Dir könnte auch jemand vorgaukeln, dass es diese Zahlen gibt. Du würdest sie glauben und weil du daran glaubst, würdest du denken, dass du Millionär bist. Aber sobald du auf das Geld zugreifen willst, würde das nicht gehen, dir würde der Zugriff verweigert werden und plötzlich wärst du in deinem Kopf kein Millionär mehr. Erst ab dem Zeitpunkt, ab dem du das Geld für dich oder auch für andere ausgibst und damit tatsächlich in deinem Leben oder in dem Leben der anderen etwas änderst, bist du wirklich reich beziehungsweise kannst du deinen Reichtum fühlen. Das ist ein Reichtum, der nicht vorgestellt ist, zumindest nicht auf die Art, wie wenn das Geld auf deinem Konto liegt. Ich möchte damit nicht sagen, dass du nicht sparen darfst und dass du alles Geld sofort ausgeben musst. Überhaupt nicht! Es geht nur um den Vorgang, dass du Reichtum nur dann fühlen kannst, wenn du etwas mit ihm machst. Denn erst dann wirst du auch Gefühle fühlen, die damit verbunden sind, dass du Geld ausgibst und dass dein Reichtum auf dem Konto ja jetzt auch kleiner wird. Denkst du zumindest! Und erst dann merkst du, ob du wirklich reich bist. Wirklich reich bist du dann, wenn du bei der Ausgabe des Geldes Gefühle von Freiheit und Fülle hast, wenn du weit wirst, wenn es in dir weit wird. Die meisten Menschen werden Kaufreue haben. Sie denken: »Ach, hätte ich doch nicht so viel gespendet!« Oder »Das hätte ich mir auch sparen können!« Oder »Mist, das Auto hat schon einen Kratzer! Das war doch neu und so teuer!« Und unzählige weitere Gedanken, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann. Die kannst du nur für dich entdecken: Was geschieht, wenn du Geld ausgibst? Was geschieht in dir? Wie fühlst du dich? Was fühlst du im Körper und welche Gedanken tauchen auf? Wenn du ein glücklicher Reicher sein willst, musst du bewusst gegen deine Programme vorgehen. Und zwar vollkommen unabhängig davon, wie viel Geld du jetzt gerade hast. Du musst also als Erstes diese Programme entdecken. Was denkt es in dir, wenn du Geld ausgibst? Und dann musst du versuchen, das Gegenteil davon zu machen. Also wenn dein Verstand sagt: »Hättest du doch nicht so viel gespendet!«, spendest du mehr. Wenn dein Verstand sagt: »Hättest du doch nicht so viel Trinkgeld gegeben!«, gibst du mehr Trinkgeld. Wenn dein Verstand sagt: »Das Kleid war aber zu teuer!«, kaufst du dir ein zweites, noch teureres. Es geht dabei nicht um die Summe. Denn die ist relativ. Es geht um deine Gefühle und um deine Gedanken. Bei manchen werden die bei 50 ct ausgelöst und bei anderen erst bei 500 €. Und spannenderweise passt es sehr wahrscheinlich sehr, sehr genau zu deiner finanziellen Situation. Es ist unwahrscheinlich, dass du Hartz IV bekommst und auf Hartz IV Niveau lebst und erst bei einem Betrag von 500 € Gedanken entstehen, die dir sagen, dass es zu teuer ist. Die kommen wahrscheinlich schon bei 50 ct oder spätestens 5 €. Das heißt, du brauchst dir keine Gedanken darüber machen, wie hoch der Betrag ist. Die Beträge passen sich deiner Situation an. Es geht auch nicht um die Beträge, sondern nur um deine Gefühle und deine Gedanken. Und es geht darum, diese Gefühle und diese Gedanken herauszufordern, zu testen, ob sie stimmen, ob sie wahr sind. Und das kannst du nicht, indem du darüber nachdenkst. Das kannst du nur, indem du das Gegenteil machst, was sie denken.