30.6.2022AQ 1679
»Wenn alles wegfällt, bleibt nur noch Erleuchtung übrig.«
Wenn alles wegfällt, bleibt nur noch Erleuchtung übrig. Dazu müssen aber auch die Gedanken darüber wegfallen, dass alles weggefallen ist. Wenn du schon einmal den Zustand des Friedens oder auch den Zustand der Panik erlebt hast, dann kann es gut sein, dass hinterher die Gedanken zurückkommen. Beziehungsweise die Gedanken versuchen, den erlebten Zustand einzuordnen, nachzuvollziehen und ihn in eine Schublade zu stecken beziehungsweise ihm ein Etikett zu geben. Das ist nicht nur nicht notwendig, sondern überflüssig und auch kontraproduktiv. Als Soham Osho von seinem Satori berichtet hat, meinte Osho: »Vergiss es sofort!« Wenn du erleuchtet bist, machst du dir keine Gedanken mehr. Und wenn du noch nicht erleuchtet bist, brauchst du dir keine Gedanken darüber machen. Sie sind so oder so überflüssig. Die besten Gedanken sind diejenigen, die keine Verbindung zu anderen Gedanken herstellen können. Und es sind Gedanken, die auch keine Verbindungen zu Körperempfindungen herstellen können. Dann liegen da einfach nur Gedanken herum und niemand stört es. Die Gedanken selbst haben keine Bedeutung. Sie bekommen nur dann Bedeutung, wenn du sie untereinander verbindest oder wenn damit automatisch Handlungen oder Körperempfindungen verbunden sind, die dadurch ausgelöst werden. Wenn all das wegfällt, bleibt Erleuchtung übrig und du machst dir keine Gedanken mehr darüber, was alles weggefallen ist.