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    25.6.2022AQ 1674
    »Ich kann keine Hoffnung mehr finden da draußen und das ist meine Rettung.«
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    »Ich kann keine Hoffnung mehr finden da draußen und das ist meine Rettung.« JayBe JayBe ist ein Youtuber und Abenteurer und ich habe mit ihm über die Themen Angst, Demokratie und Krisenvorbereitung gesprochen. Dieses Gespräch ist spontan entstanden, weil ich bei ihm eine Beratung gebucht habe für die Krisenvorsorge. Nicht weil er das anbietet beziehungsweise das weiß ich gar nicht, sondern weil ich weiß, dass er outdoor unterwegs ist in seinem Camper und ich mir sicher war, dass er sich deshalb im Bereich Krisenvorsorge auskennen muss, weil er so lebt, als wäre schon Krise. Für ihn persönlich ist das aber natürlich überhaupt keine Krise, sondern die Art, wie er momentan leben möchte. Seine Beratung habe ich leider nicht aufgezeichnet, vielleicht holen wir das noch nach, aber das anschließende Gespräch, das sich daraus ergeben hat, hat er Gott sei Dank aufgenommen. Ich habe das Zitat deshalb gewählt, weil es exakt meine Erfahrung ist, und weil ich im Moment, als er es gesagt hat, fühlen konnte, dass er es aus seiner eigenen gelebten Praxis sagt und nicht weil er es wo gelesen oder gehört hat. Die Hoffnung, die viele haben, ist nicht unsere Rettung. Unsere Rettung ist, wenn wir die Hoffnung, die wir in die Zukunft projizieren, aufgeben. Wenn wir nicht mehr erwarten, dass es irgendwann später besser wird hoffentlich. Sondern wenn wir jetzt so leben, als gäbe es gar keine Zukunft und als bräuchte es auch nicht besser werden. Dann wird es komischerweise besser. Und zwar selbst dann, wenn es rein faktisch nicht besser wird. Denn es wird in dir besser. Keine Hoffnung mehr zu haben bedeutet nicht das Gegenteil. Und ich weiß, dass JayBe das unterschreiben würde. Es bedeutet nicht, hoffnungslos zu sein. Es ist einfach keine Hoffnung mehr notwendig, wenn jetzt bereits alles gut ist oder zumindest in Ordnung. Und diesen Zustand, in dem jetzt bereits alles in Ordnung ist, kannst du nur üben und finden, wenn du ihn jetzt bereits lebst, statt ihn mit Hilfe deiner Hoffnung in die Zukunft zu projizieren. Deine Rettung ist, wenn du herausfindest und auch in deinem Erleben fühlst, dass du gar nicht gerettet werden musst. Du musst nur den Teil erkennen in dir, der behauptet hat, dass du gerettet werden müsstest. Und diesen Teil musst du ignorieren.