Wenn du weißt, wie du dich fühlst, dann musst du nicht wissen, wie es dir geht. Wie es dir geht, kannst du nur denken. Wie du dich fühlst, weißt du bereits vorher. Und dafür gibt es gar keine passenden Worte. Wenn du erklären willst, wie es dir geht, gibt es nur Worte. Wie es dir geht, entsteht im Kopf. Wie du dich fühlst, erkennst du in deinem Körper. Unser Drang, herausfinden zu wollen, wie es uns geht, beziehungsweise erklären zu wollen und erklären zu können, wie es uns geht, warum es uns so geht, verhindert, dass wir fühlen, wie es uns wirklich geht. Und wenn wir viele Erklärungen im Kopf haben, können wir gar nicht mehr fühlen, weil unsere Aufmerksamkeit nicht auf unseren Körper gerichtet ist. Wenn dich Menschen fragen, wie es dir geht, wollen sie gar nicht wissen, wie du dich fühlst. Und wenn du ihnen sagst, wie es dir geht, wollen sie sofort helfen und haben einen Tipp für dich oder mehrere, weil sie selbst nicht in der Lage sind zu fühlen, was sie fühlen würden, wenn sie hören, dass es dir nicht gut geht. Der Verstand ist ungeduldig und die Ungeduld kommt von seiner Unfähigkeit, die Gefühle zu fühlen, wahrzunehmen und zuzulassen. Er kann das nicht. Das kannst nur du. Der Verstand hat mit Gefühlen nichts zu tun. Du schon! Und du bist derjenige, der die Aufmerksamkeit steuern kann. Die Steuerung deiner Aufmerksamkeit ist das Wichtigste, was du kannst. Es ist deine wertvollste und außergewöhnlichste Fähigkeit.