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    22.6.2022AQ 1671
    »Der Verstand macht dir Angst vor dem, was schon hinter dir liegt.«
    0:007:29
    Der Verstand macht dir Angst vor dem, was schon hinter dir liegt. Es gibt ein großes Missverständnis unter allen, die Angst vor der Zukunft haben. Ganz egal welche Angst das ist beziehungsweise welche Idee diese Angst auslöst. Und dieses Missverständnis liegt darin, dass wir davon ausgehen, dass das, wovor wir Angst haben, in der Zukunft geschehen könnte. Wie könntest du wissen, wie es sich anfühlt, wenn du es nicht schon erlebt hast? Wie könntest du Angst haben vor etwas, das du gar nicht kennst? Alles, wovor du Angst haben kannst, musst du schon einmal erlebt haben. Das muss nicht unbedingt die gleiche Geschichte sein, die du erlebt hast, aber wenn du Angst vor einer Katastrophe hast, dann hast du bereits eine Katastrophe erlebt. Es ist dabei vollkommen egal, vor welcher Katastrophe du Angst hast. Ob du Angst vor der Elite hast und einer neuen Weltordnung oder ob du Angst hast vor dem Ende des Planeten oder der Menschheit. Dein Verstand projiziert das in die Zukunft, was er schon kennt. Und je schlimmer er in die Zukunft projiziert, desto schlimmer war deine Vergangenheit. Dein Leben hat als Wunder begonnen und du bist als unschuldiges, neugieriges und kreatives Genie hierhergekommen. Und dann begann deine Programmierung. Erst durch deine Eltern, dann durch die Lehrer und die Gesellschaft und letzten Endes durch dich selbst. Durch dich selbst immer dann, wenn du geglaubt hast, was du hörst und was du erlebst. Wenn du geglaubt hast, das, was du erlebst, sei normal oder richtig. Was du erlebt hast, ist weit jenseits von normal. Du wurdest auf unterdurchschnittliche Mittelmäßigkeit programmiert, indem man dir dein wichtigstes Lerninstrument genommen hat. Deine Neugierde und deinen sogenannten Willen, der keiner ist. Dein Wille war einfach nur deine Anziehung. Das, was du im Moment machen wolltest, hatte die größte Attraktivität für dich. Und diese Attraktion hat man dir verweigert und schlechtgeredet: »Das wär ja noch schöner, wenn du machen würdest, was du willst!« Die Erwachsenen um dich herum haben ihren Verstandeswillen, der tatsächlich einer ist, in dich hineinprojiziert. Und sie haben so getan, als wäre deine Anziehung ebenfalls dein Wille aus dem Verstand. Du hattest aber noch gar keinen. Deine Kindheit ist also ein riesengroßes Missverständnis. Nichts davon ist wahr. Niemand hat dich wirklich verstanden und so angenommen, wie du warst. Jetzt bist du anders. Angepasst an die Katastrophe. Und du denkst, es könnte noch etwas Schlimmeres passieren. Das Schlimmste ist aber schon passiert. Du wurdest von der Göttlichkeit getrennt, deren purer Ausdruck du bist.