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    16.6.2022AQ 1665
    »Das Ego ist ein sich selbsterhaltender Mechanismus, der nicht sterben will.«
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    Das Ego ist ein sich selbsterhaltender Mechanismus, der nicht sterben will. Das Ego ist entstanden, als wir als Kinder von außen nach innen gegangen sind. Wir haben alles aufgesaugt, was von außen kam. Das heißt, das Außen hat sich internalisiert. Währenddessen wurde dein Wille gebrochen. Dein Wille, der gar keiner war, sondern der einfach nur deine Lust aufs Leben war. Deshalb fühlt sich das pure Leben so gefährlich an. Wir denken, wir sind das internalisierte Außen. Und da unsere Lebenslust mit Angst gebrochen wurde, trauen wir uns nicht dorthin zurückzugehen. Durch diese beiden Mechanismen — die Identifikation mit dem Außen und der Angst vor dem Innen — entsteht unser Ego und wird aufrechterhalten. Diese beiden Mechanismen sind sich selbsterhaltend und wollen nicht sterben. Wenn wir sie aufgeben würden, würde sich das wie ein Tod anfühlen. Die willentliche Aufgabe geht aber auch gar nicht. Es muss dir passieren. Manchen passiert es in kleinen Schritten und manchen in einem riesengroßen. Beides ist vollkommen okay. Und weder die riesengroßen Schritte noch die kleinen Schritte kannst du so machen, wie du es gewohnt bist, dass du Dinge tust: Indem du sie dir vornimmst und durchführst. Es sind viele kleine Tode oder ein großer Tod. Niemand will das erleben. Denn dieser Jemand, der das erleben könnte, ist dein Verstand, ist das Ego. Alles andere ist schon und kann nicht sterben.