Immer dann, wenn wir eine Lösung im Außen suchen, leben wir am Leben vorbei. Solange wir erwarten, dass uns andere retten, sind wir hoffnungslos verloren. Das bedeutet nicht, dass es keine Hilfen von außen geben kann oder keine Lösung, die auch außerhalb von uns stattfindet, die von außen kommt. Es bedeutet aber, dass wir sie wirklich wollen, dass sie in uns entstanden ist, dass wir nicht einfach vorher unsere Verantwortung abgegeben haben und gesagt haben: »Mach mal!«, oder »Hilf mir!«, oder »Rette mich!« Die Lösung muss in dem Sinn aus uns kommen, dass wir uns tatsächlich dazu hingezogen fühlen, ohne dass wir es uns einreden müssen, ohne dass wir nur ein kleines bisschen Anziehung fühlen oder uns nicht sicher sind, sondern wir müssen uns sicher sein, es muss sich gut anfühlen. Das heißt nicht, dass es so bleiben muss, aber die erste Anziehung muss eindeutig sein. Wenn wir denken, aber wir denken es eigentlich gar nicht, sondern wir handeln automatisiert, dass die Lösung außerhalb von uns ist, kann uns nichts helfen. Wir sind dann ein Spielball äußerer Kräfte und wir machen alles einfach nur deshalb, weil es uns gesagt wird oder weil wir es so gewohnt sind, weil es sich so gehört. Nicht weil wir es wirklich wollen, nicht weil wir uns hingezogen fühlen. Das Absurde ist jetzt, dass so getan wird, als wäre das sehr kompliziert. Und manche geben dir da geführte Meditationen, damit du in dir an dem Platz ankommst, wo die Lösung nicht mehr im außen ist, sondern in dir. Und das ist ein Witz! Du bist schon immer dort. Du musst nur ganz viel denken und du musst viele Programme laufen haben. Aber es stimmt nicht, dass du dich nicht hingezogen fühlst. Und meistens ist ein Vielleicht ein Nein. Nur ein echtes Ja, ein klares, deutliches Ja ist auch ein Ja. Das einzige Problem ist, dass wir uns nicht trauen, Nein zu sagen. Nicht im Sinn von Neinsagen zu einem anderen, sondern unserem Verstand Nein sagen, unserem inneren Prozess Nein zu sagen. Erstmal klar zu bekommen, wie unser innerer Prozess abläuft, was, womit wir uns selbst zulabern, was wir uns da alles erzählen und uns dann ganz klar für die Anziehung zu entscheiden. Und wenn keine Anziehung da ist, uns nicht von unserem Verstand vorschreiben lassen, was wir machen. Und das sind wir nicht gewöhnt. Das haben wir nicht geübt und deshalb knicken wir ziemlich schnell ein und wir verhandeln mit unserem Verstand. Wir machen Kompromisse, was nur bedeutet, dass wir ihm folgen statt unserer Anziehung. Unsere Intuition ist nicht verhandelbar. Unsere Intuition kennt keinen Kompromiss. Jeder Kompromiss ist ein fauler Kompromiss. Unsere Intuition ist absolut eindeutig und klar. Wenn nicht, ist es kein Problem, dann ist es ein Nein. Dein Verstand erzählt dir jetzt oder wenn es so weit ist: »Du kannst ja aber nicht immer Nein sagen!« Doch! Kannst du! Geht! Ich habe es ausprobiert, es funktioniert. Ja, vielleicht führt das auch zu Veränderungen, aber das ist ja das, was die meisten wollen, behaupten sie zumindest. Ja, es kann auch temporär einsam sein oder werden. Veränderungsprozesse bringen das mit sich, dass es Teile davon gibt, die dein Verstand gar nicht mag und über die er sich beschwert. Aber du brauchst keine geführte Meditation, um wahrnehmen zu können, was du willst und was du nicht willst. Du traust es dich nur nicht wahrzunehmen. Beziehungsweise du traust dich nicht, deiner Wahrnehmung, deinem Gefühl auch zu folgen, weil es dir beigebracht wurde, dass das nicht geht, dass es nicht nach deinem Willen geht und dass dein Wille nicht zählt. Dein Wille war aber keiner, dein Wille war immer Anziehung oder Ablehnung. Und beides hat man dich nicht leben lassen, weil man dir gesagt hat, es sei dein Wille und um den ginge es nicht. Man hat dir also einfach das ausgeredet, was dir am meisten Orientierung gibt. Und deshalb denkst du jetzt, du hättest keine. Hast du aber! Das Einzige, was sein kann, ist, dass du am Anfang ganz oft »Nein, ich will nicht!« sagen musst.